Auch Fein meldet Kurzarbeit an

Coronakrise Der Hersteller von Elektrowerkzeugen spürt die Auswirkungen der Pandemie. Alle Mitarbeiter betroffen.

Schwäbisch Gmünd. Die Corona-Pandemie führt auch beim Elektrowerkzeughersteller Fein zu Umsatzeinbußen. Deshalb hat das Unternehmen für alle 530 Mitarbeiter in Deutschland Kurzarbeit angesetzt. Die Maßnahmen sollen Entlassungen „vorerst ausschließen“. Vielmehr wolle das Unternehmen durch diese Schritte „versuchen, Arbeitsplätze trotz des konjunkturellen Rückgangs zu erhalten“, so Fein in einer Mitteilung.

Die Kurzarbeit ist bis Ende September angemeldet. Der Umfang, zu wie viel Prozent Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen, werde abhängig von der Tätigkeit und pro Monat angepasst. Sollte sich die Wirtschaftslage und der Umsatz vor September wieder erholen, sei eine frühere Rückkehr zum kompletten Normalbetrieb denkbar, erklärt Katja Lägeler, Bereichsleiterin Personal & Soziales bei Fein: „Zentrales Anliegen ist, alle Mitarbeiter zu halten und somit nach der Krise weiter beschäftigen zu können.“ Der Fein-Betriebsratsvorsitzende Jürgen Gasteiger erklärt: „Besonders in der aktuellen Situation ist Kurzarbeit für uns unumgänglich. Nur auf diese Weise haben wir eine Chance, Arbeitsplätze zu sichern.“ Die Beschäftigten erhalten tariflich vereinbarte Zuschüsse und damit 86,5 Prozent des Nettolohns ausbezahlt. Ausgenommen von der Kurzarbeit sind Auszubildende, Studenten sowie geringfügig Beschäftigte.

© Wirtschaft Regional 28.04.2020 16:08
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