Corona sorgt für Minus bei Azubis

Arbeitsmarkt Die Firmen der IHK haben 2020 weniger Auszubildende eingestellt als 2019. Freie Stellen gibt es dennoch.

Heidenheim. Die Abschlussbilanz für das Ausbildungsjahr 2020 in Berufen der IHK Ostwürttember fällt bedingt durch Corona schlechter aus als im Vorjahr. 1684 Jugendliche haben sich für eine gewerblich-technische oder eine kaufmännische Ausbildung entschieden. Das entspricht einem Minus von 10,6 Prozent im Vergleich zu 2019. In Baden-Württemberg beträgt der Rückgang 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erfreulich seien in Ostwürttemberg die deutlichen Zuwächse in den Elektro- und IT-Berufen, so die IHK, die Rückgänge waren wiederum bei den Metallberufen am stärksten.

Im Ostalbkreis lag das Minus bei den neuen Ausbildungsverträgen bei 10,5 Prozent, im Landkreis Heidenheim bei 10,9 Prozent. In Baden-Württemberg erreicht Ostwürttemberg mit dem vierten Platz einen der vorderen Ränge aller zwölf IHK-Bezirke erreichen. „Das Ausbildungsjahr war geprägt durch die Auswirkungen der Corona-Krise. Die rückläufigen Ausbildungszahlen kamen aus den Branchen, die von der Krise am stärksten betroffen waren und dies immer noch sind“, fasst André Louis, Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung bei der IHK. Jedoch gebe es weiter mehr freie Ausbildungsplätze als Bewerber. Louis ermuntert die jungen Leute daher zur Suche. Auch die Berufsschulen seien auf spätere Einsteiger vorbereitet.

© Wirtschaft Regional 14.01.2021 18:11
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