Telenot trotzt Krise mit Innovationen

Sicherheitstechnik Das Aalener Traditionsunternehmen kündigt zahlreiche neue Produkte an. Damit will man neue Märkte erschließen und bestehende ausbauen. Zudem wurde die Firma erneut ausgezeichnet.
  • Marketing- und Vertriebsleiter Thomas Taferner präsentiert in der Fertigung in Aalen eine Platine aus der Einbruchmeldetechnik von Telenot. Foto: Telenot Electronic GmbH

Aalen

Mitten in der Corona-Krise hat der Sicherheitstechniker Telenot angekündigt, in diesem Jahr zahlreiche Innovationen auf den Markt zu bringen. Dank der neuen Produkte will Telenot nicht nur die Position in den bestehenden Märkten ausbauen, sondern auch neue erschließen. Man wolle in allen Unternehmensbereichen „Standards in der Branche setzen“, so die Aalener Firma. „Wir entwickeln uns nicht nur zum Vollsortimenter, sondern systematisch zu einem der führenden Anbieter im Bereich der elektronischen Sicherheitstechnik“, präzisiert Marketing- und Vertriebschef Thomas Taferner. Zudem wurde Telenot zum zweiten Mal in Folge von der „Wirtschaftswoche“ als einer der innovativsten Mittelständler in Deutschland ausgezeichnet.

Neben der traditionellen Einbruch- und Brandmeldetechnik komplettiert der Hersteller von Sicherheitstechnik in diesem Jahr sein Portfolio mit einem neuen Zutrittskontrollsystem. Dieses dürfte insbesondere bei Gewerbe, Industrie, Handel und öffentlicher Hand auf großes Interesse stoßen. „Telenot hat in der Krise genau das Gegenteil gemacht und drei Gänge hoch geschaltet. In den vergangenen Wochen wurde eine Vielzahl an neuen Produkten, neuen Leistungsmerkmale für bestehende Produkte und auch neue Marketing- und Vertriebsaktivitäten auf den Markt gebracht“, sagt Taferner. Damit erhöhe Telenot das Innovations- und Entwicklungstempo. Mit einer Verbreiterung des Telenot-Produktportfolios um die Bereiche Brandmeldetechnik und Zutrittskontrolltechnik werde man zum Vollsortimenter. Das eröffne der Firma in der Ansprache an die Fachinstallationsbetriebe, den gewerblichen und industriellen Endkunden sowie dem Handel und der öffentlichen Hand „ganz neue Möglichkeiten“, wie Taferner erklärt.

Aktuell startet das Unternehmen die Markteinführung eines neuen Zutrittskontrollsystems für alle Objektarten. Im Bereich der professionellen Brandmeldetechnik erweitert Telenot ebenfalls sein Angebot: Neben dem bestehenden Brandmeldesystem hat Telenot eine neue Brandwarnanlage im Portfolio, die vor allem in Kindertagesstätten, Beherbergungsstätten bis 60 Betten, Hotels, Heime oder Schulen zum Einsatz kommen soll. Zudem habe man in der traditionellen Einbruchmeldtechnik die Leistungsumfänge und Einsatzgebiete deutlich vergrößert.

Ebenso will Telenot mit dem Start einer neuen Digitalplattform „eine neue Zeitrechnung für die intelligente Gebäudesicherheit und -steuerung“ einläuten. Sie ermögliche die Fernservice-Verbindung und Verwaltung zu einer Einbruch- und Gefahrenmeldeanlage, unabhängig von der Netz-Infrastruktur, in welcher diese betrieben wird. Über den sogenannten „hiXserver“ soll von jedem Ort der Welt aus eine gesicherte, komplette Datenverwaltung und Regelung sämtlicher Zugriffsrechte auf das jeweilige Objekt möglich sein. „Die Sicherheitsstandards, mit der diese Digitalplattform betrieben wird, bewegen sich technologisch auf dem höchsten Level und sind deshalb für Industrie- und Gewerbekunden aber dank der neuen Alarmanlagen-App auch für Privatkunden einmalig in der Branche“, so Taferner. Sein Unternehmen wolle mit den Innovationen „ein deutliches Zeichen gegenüber dem Wettbewerb setzen“.

Wir haben in der Krise drei Gänge hochgeschaltet.

Thomas Taferner
Marketing- und Vertriebschef

Die neuen Produkte sind Folge einer Innovationsoffensive, an der das Unternehmen bereits seit einigen Jahren arbeitet. So hatte Telenot zuletzt einerseits die eigene Entwicklungskompetenz ausgebaut, anderseits durch Kooperationen mit Hochschulen und Instituten sowie strategischen Zukäufen neues Know-how aufgebaut. Das war auch einer der Gründe, warum Telenot heuer zum zweiten Mal in Folge von der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ in den Kreis der „Innovativsten Mittelständler“ gewählt wurde.

Zusätzlich investiert das Unternehmen in den Ausbau des nationalen und internationalen Netzwerks an Fachbetrieben, das aktuell aus 480 Stützpunkten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Italien und weiteren europäischen Ländern besteht. „Wir werden nicht müde, auf die Wichtigkeit von relevanten Richtlinien und DIN-Normen hinzuweisen. In unserer Branche gibt es zu viele Scharlatane. Das ist höchst gefährlich, weil es immer um Sicherheit von Menschen und Sachwerten geht“, betont Taferner.

Deshalb verfüge Telenot über eine Produktions- und Fertigungstiefe von mehr als 90 Prozent – „und damit über eine sichere Lieferkette“, sagt der Marketing- und Vertriebsleiter und nennt Beispiele: „Wir haben die komplette Hard- und Softwareentwicklung für alle Sicherheitskomponenten in Aalen, ebenso den Werkzeugbau, den Kunststoffspritzguss, die Metallbearbeitung sowie die vollständige Leiterplattenbestückung und das Verbauen aller elektronischen Bauteile.“

© Wirtschaft Regional 29.07.2020 19:12
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