ZF: 200 Stellen sind in Alfdorf in Gefahr

Autoindustrie ZF muss sparen, das wirkt sich auch auf den Standort in Alfdorf aus. Kündigungen soll es indes nicht geben.

Alfdorf. In der vergangenen Woche haben sich ZF-Konzern und die Vertreter der Arbeitnehmerseite auf ein umfassendes Sparpaket geeinigt: Das Unternehmen verzichtet bis Ende des Jahre 2022 zwar auf betriebsbedingte Kündigungen, dennoch werden deutschlandweit rund 7500 Stellen gestrichen. In Alfdorf sind rund 200 Arbeitsplätze von diesem Sparkurs betroffen, darüber wurden die Mitarbeiter in einer gemeinsamen Mitteilung von Geschäftsführung und Betriebsrat informiert.

Dort ist von einer „sehr schwierigen Situation“ die Rede, „welche sich von der wirtschaftlichen Lage des gesamten ZF-Konzerns ableitet“. Insgesamt seien 200 Arbeitsplätze „über alle Bereiche von einem möglichen Stellenabbau betroffen“. Derzeit würden Geschäftsführung und Betriebsrat über eine Fortführung der Kurzarbeit verhandeln. Weiter heißt es, man sei „davon überzeugt, dass sowohl der anstehende Transformationsprozess als auch die Bewältigung der akuten Corona-Krise sowie die langfristigen Folgen für den Standort Alfdorf und die damit notwendig gewordene Neuaufstellung nur im gemeinsamen Dialog zu bewältigen sind“. Am Standort in Alfdorf, der zur sogenannten „Division R“ von ZF gehört, für den weltweit mehr als 40 000 Menschen arbeiten, sind aktuell rund 1800 Mitarbeiter beschäftigt.

© Wirtschaft Regional 29.07.2020 10:39
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