Allnatura setzt jetzt auf Graskartons

Versandhandel Der Betrieb in Heubach läuft seit 2019 klimaneutral, nun sind die Verpackungen des Online-Fachhändlers dran.
  • Äußerlich kaum von klassischen Versandkartons zu unterscheiden: die Verpackungen aus Gras von Allnatura. Foto: Allnatura

Heubach. Der Online-Fachhändler Allnatura will sich eigenen Angaben zufolge in allen Bereichen noch nachhaltiger und ökologischer aufstellen. Vor einigen Monaten hatte das Unternehmen angekündigt, bereits im Jahr 2019 komplett klimaneutral gewesen zu sein. Die ausgewiesene Emissionsmenge von rund 113 Tonnen Kohlendioxid wurde von Allnatura durch ein anerkanntes Klimaschutzprojekt im Schwarzwald kompensiert. Nun sind die Versandkartons dran.

Das Heubacher Unternehmen steigt ab sofort beim Versand aus dem Hauptlager auf Graskartonagen um. Der Umstellungsprozess bei den Partnermanufakturen laufe bereits auf Hochtouren. Der Grund: Bäume benötigen viele Jahre zum Nachwachsen. Gras ist daher der Rohstoff der Zukunft, da es nachhaltig ist und eine hervorragende Ökobilanz aufweise: Die CO2-Emissionen werden deutlich reduziert, der Wasserverbrauch verringert, Prozesschemikalien müssen nur noch minimal eingesetzt werden, der Energieverbrauch werde stark vermindert und Gras wachse in Monaten nach, begründet das Unternehmen den Schritt.

Die verwendeten Grasfasern stammten überdies größtenteils aus regionalen Anbauflächen. Diese werden von der Landwirtschaft nicht genutzt, „so entsteht hier keinerlei Nachteil für Mensch und Tier“, wie Geschäftsführer Felix Olle erklärt. „Die natürliche Optik und die neuartige, begeisternde Haptik sind einzigartig.“ Die Eingliederung dieser neuen Verpackungslösung sei eine Herzensangelegenheit, die anfänglichen Mehrkosten hingegen eine lohnende Investition in die Zukunft, denn: „Der Schutz der Umwelt und die Begeisterung von treuen Kunden stehen für für Allnatura an oberster Stelle.“

© Wirtschaft Regional 27.07.2020 18:11
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