Verband fordert Autoprämie

Coronakrise Um die weiter kriselnde Wirtschaft zu stärken, braucht es laut Südwestmetall ein Konjunkturpaket.

Aalen. Die Beschränkungen zur Corona-Eindämmung werden gelockert. Die Metallarbeitgeber in der Region fordern nun Maßnahmen, um die Konjunktur wieder in Schwung zu bringen. „Das größte Problem unserer Unternehmen ist derzeit die fehlende Nachfrage“, sagte der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Markus Kilian: „Viele Konsumenten halten sich angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage mit größeren Anschaffungen zurück, was viele Unternehmen von Investitionen abhält. Deshalb brauchen wir schnell ein Paket mit Kauf- und Investitionsanreizen, um den Wirtschaftskreislauf wieder in Fahrt zu bringen.“

Dazu gehört nach Ansicht Kilians eine Kaufprämie für Autos. Direkt und indirekt hänge rund jeder siebte Arbeitsplatz im Südwesten an der Automobilindustrie. „Damit eine Kaufprämie Wirkung zeigt, darf sie sich aber nicht nur auf Elektroautos erstrecken, sondern muss auch für moderne emissionsarme Verbrenner gezahlt werden“, forderte Kilian. Das Gros der Belegschaften sei in der Produktion von Autos mit Benzin- und Dieselmotoren tätig und dort grassiere die Kurzarbeit. Er fordert zudem verbesserte Abschreibungsregeln, eine erhöhte steuerliche Forschungsförderung sowie einfachere Planungs- und Genehmigungsverfahren.

© Wirtschaft Regional 22.05.2020 14:58
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