Arbeitgeber warnen die Politik

Südwestmetall Verband will keine höheren Abgaben für die Firmen. Kilian: „Das Falscheste, was man tun könnte.“

Aalen. Die Metallarbeitgeber in der Region warnen die Politik davor, die im Zuge der Corona-Krise stark steigenden Staatsausgaben bei gleichzeitig fallenden Staatseinnahmen durch Steuererhöhungen ausgleichen zu wollen. „Das wäre das Falscheste, was man tun könnte, denn Steuererhöhungen entziehen unserer Wirtschaft die letzten verbliebenen, aber umso wichtigeren Wachstumskräfte“, sagte der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg, Markus Kilian. „Die Unternehmen brauchen jeden Cent für Investitionen. Auch die Arbeitnehmer haben durch die Krise vielfach Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Höhere Steuern würden den Konsum da nur weiter beeinträchtigen und die Wirtschaftskrise noch verschlimmern.“

Kilian erinnerte daran, dass der Staat die Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008/09 ohne Steuer- und Abgabenerhöhungen geschultert habe: „Das solide Wirtschaftswachstum der Folgejahre hat die Steuereinnahmen ohne eine Erhöhung der Steuersätze in die Höhe getrieben und dem Staat erlaubt, den Schuldenstand zu reduzieren. Das sollte auch jetzt unser Ziel sein.“ Deshalb müsse das Hauptaugenmerk der Politik auf Maßnahmen liegen, die die Wirtschaft in Schwung bringen, forderte der Arbeitgebervertreter. Dazu gehörten auch Kaufanreize für die Konsumenten.

© Wirtschaft Regional 14.05.2020 18:49
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