Arbeitgeber fordern Kurswechsel

Wirtschaftspolitik Südwestmetall kritisiert „teure sozialpolitische Maßnahmen“ der Bundesregierung.

Aalen. Die Metallarbeitgeber in der Region Ostwürttemberg fordern zur Halbzeit der Großen Koalition einen Kurswechsel in der Bundespolitik.

„Die zweite Spielzeit darf auf keinen Fall so werden wie die erste“, sagte der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Markus Kilian, am Donnerstag in Aalen: „Nach der Vielzahl von teuren sozialpolitischen Maßnahmen muss es nun endlich darum gehen, wie das alles erwirtschaftet werden kann. Für die zweite Hälfte der Legislaturperiode muss es deshalb heißen: Nicht nur keine weiteren Belastungen für die Wirtschaft, sondern endlich deutliche Entlastungen – gerade auch in Anbetracht der vom Abschwung und Strukturwandel geprägten aktuellen Entwicklungen.“

„Alles was die Unternehmen behindert, wie beispielsweise die geplante Einschränkung von sachgrundlosen Befristungen, muss gestrichen werden“, forderte Kilian zudem: „Stattdessen brauchen die Unternehmen Kostenentlastungen und mehr Freiräume.“ So müsse der Abbau von teurer und zeitaufwendiger Bürokratie endlich ernsthaft angegangen werden.

Gleichzeitig müssten die Lohnnebenkosten unter 40 Prozent gehalten werden, betonte der Bezirksgruppen-Geschäftsführer.

© Wirtschaft Regional 22.11.2019 21:02
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