Voestalpine leidet unter Autokrise

Halbjahreszahlen Umsatz beim Stahlkonzern mit Standort in Schwäbisch Gmünd ist um zwei Prozent gesunken.

Schwäbisch Gmünd. Der Umsatz beim österreichischen Stahlkonzern Voestalpine, der einen großen Standort in Schwäbisch Gmünd unterhält, ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs im Jahresvergleich um zwei Prozent von 6,7 auf 6,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Das operative Ergebnis (Ebitda) sank im gleichen Zeitraum sogar um 23 Prozent von 860 auf 666 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern sackte um 64 Prozent von 320 auf 115 Millionen Euro ab. Die Gründe nennt der Konzern in einer Pressemitteilung: „Insbesondere in Europa, wo Voestalpine rund zwei Drittel des Umsatzes generiert, wirkten sich die Abschwächung der exportorientierten Industrie infolge zunehmender globaler Handelsbeschränkungen, die verringerte Nachfrage aus der Automobilindustrie sowie reduzierte Investitionen auf alle Konzern-Divisionen aus.“

Auch die Zukunft sieht man im Konzern keineswegs rosig: „Aus heutiger Sicht wird auch das dritte Geschäftsquartal in Bezug auf das Ergebnis zumindest ähnlich schwierig wie das zweite Quartal 2019/20“, heißt es. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Voestalpine nun ein operatives Ergebnis von 1,3 Milliarden Euro und kassiert damit seine bisherigen Ziele. Bislang war man von 1,6 Milliarden Euro ausgegangen – was dem Vorjahr entsprochen hätte.

© Wirtschaft Regional 06.11.2019 20:10
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