In der Schulzeit in Ausbildung

Forum Im St. Jakobus Gymnasium Abtsgmünd diskutierte das neunte Forum „Bildungspartner Ostwürttemberg“ das Modell „Abi PLUS“.
  • Bereits zum neunten Mal fand das Forum Bildungspartner Ostwürttemberg statt. Foto: tim

Abtsgmünd

Bewährte und neue Wege – um dieses Thema ging es beim neunten Forum Bildungspartner Ostwürttemberg. Gastgeber an diesem kurzweiligen Nachmittag war das St. Jakobus Gymnasium in Abtsgmünd. Im Vordergrund stand dabei die Diskussion über das „Abi PLUS.“

In seiner Begrüßung betonte Markus Kilian, Geschäftsführer Südwestmetall Bezirksgruppe Ostwürttemberg, dass das Forum als Treffpunkt für Interessierte an dem Thema Bildungspartnerschaften dient. „Als Anstoß und Gelegenheit zum Austausch.“ Diskutiert und vor allem informiert wurde an diesem Nachmittag intensiv. Einer der Hauptdiskussionspunkte war das „Abi PLUS“, das das St. Jakobus Gymnasium anbietet. In Kooperation mit der Firma „Kessler und Co“ können Schüler in vier Jahren (achte bis elfte Klasse) eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker machen. „Vor dem Abitur haben sie somit schon eine Ausbildung in der Tasche“, berichtete Lehrerin Sabine Borner.

Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es dieses Angebot. Ziel ist die Stärkung der praktischen und handwerklichen Kompetenzen im Rahmen eines akademischen Bildungsgrades. Am Ende der Ausbildung steht eine normale Abschlussprüfung an und im besten Falle halten die Absolventen dann ihren Facharbeiterbrief in den Händen.

Vor dem Abi schon eine Ausbildung in der Tasche.

Sabine Borner
Lehrerin

Beim „Abi PLUS“ findet Betriebskunde und der Technikunterricht mittwochs und 14-tägig samstags statt. Dazu gibt es die Ausbildung im Betrieb, ein- bis dreiwöchig in den Ferien. „Es ist ein ganz exzellentes Angebot für Schüler, die besonders an Technik interessiert sind. Es ist ein rein freiwilliges Zusatzangebot. Dabei bewirbt man sich ganz normal um teilnehmen zu können. In der Regel sind es Schüler, die besonders leistungsstark sind“, erklärte Schulleiter Oliver Stamm, der in diesem Zusammenhang den Teilnehmern des Forums das St. Jakobus Gymnasium vorstellte. Bei einer Diskussionsrunde mit den beteiligten Schüler von „Abi PLUS“ waren sich alle einig, dass dies eine gute Sache sei. Die Eltern stärken ihnen den Rücken: „Es ist umsetzbar, tragbar und im Nachhinein muss man sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat“, so eine Mutter.

Hubert Fuchs, Ausbildungsleiter bei „Kessler & Co“ ist von „Abi PLUS“ begeistert. „Die ersten vier Teilnehmer wurden Mitte des Jahres zur Prüfung zugelassen und die Ergebnisse sind durchweg ausgezeichnet. Dazu haben alle Schüler ihre schulischen Leistungen verbessert. Das bestätigt das gesamte Projekt.“ Die Friedrich-von-Keller-Schule hat eine Kooperation mit der Innung Sanitär und Heizung. Der Kontakt kam dabei über einen Tag der offenen Tür zustande. Steffen Hümer, Geschäftsführer von Hümer Haustechnik und Jens Kogel, Heizungsbaumeister bei Linus Kogel Heizung & Sanitär berichteten über ihre Tätigkeiten.

Die Ausbildungsbotschafter Hans Hermann und Rico Scheunert hatten noch Worte an die Anwesenden parat: „Das Handwerk hat goldenen Boden und bei uns wird es nie langweilig.“ Zwischendurch gab es Musikbeiträge von Schülern des Jakobus-Gymnasiums. Passenderweise endete das neunte Forum genau zum Schulgong.

© Wirtschaft Regional 09.10.2019 20:49
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