SHW AG: Umsatz steigt leicht

Halbjahreszahlen Die österreichische Pierer-Unternehmensgruppe ist nun als strategischer Aktionär mit mehr als 75 Prozent am Automobilzulieferer beteiligt.
  • Produktion der SHW AG in Wasseralfingen. Foto: ham

Aalen

Das Marktumfeld sei zwar „herausfordernd“, dennoch sei es gelungen, den Konzernumsatz und das operative Ergebnis leicht zu steigern. Das teilt Wolfgang Plasser, Vorstandsvorsitzender der SHW AG mit Sitz in Aalen-Wasseralfingen, mit. Der Automobilzulieferer von CO2-relevanten Pumpen und Motorkomponenten sowie Verbundbremsscheiben hat die Zahlen für die ersten sechs Monate 2019 veröffentlicht.

„Nach dem Abschluss des Delisting-Erwerbsangebotes Ende Juni 2019 ist mit der Pierer-Unternehmensgruppe nunmehr ein strategischer, industrieller Ankeraktionär mit mehr als 75 Prozent an der SHW AG beteiligt“, begrüßt Unternehmenschef Plasser das Engagement der österreichischen Pierer-Gruppe und fügt hinzu: „Wir fokussieren uns auf kapitaleffizientes Wachstum im In- und Ausland sowie den gezielten Ausbau der Software- und Elektronikkompetenzen bei SHW. Bedeutende neu gewonnene Kundenprojekte und erste positive Synergieeffekte bestätigen unseren eingeschlagenen Weg.“

0,7 Prozent Umsatzplus

Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2019 um 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Geschäftsbereich Pumpen und Motorkomponenten führten im Wesentlichen schwächere Umsätze für Dieselapplikationen zu um 1,4 Prozent gesunkenen Umsatzerlösen. Der Geschäftsbereich Bremsscheiben erzielte bei den höherwertigen Verbundbremsscheiben einen um über 38 Prozent gesteigerten Bremsscheibenabsatz und konnte seine Umsatzerlöse insgesamt um 7,2 Prozent erhöhen. Während im Geschäftshalbjahr 2018 Einmalaufwendungen in Höhe von insgesamt 7,6 Mio. Euro das operative Ergebnis (Ebitda) vermindert hätten, so die SHW AG, seien in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 keine nennenswerten Einmaleffekte zu verzeichnen gewesen.

Wir fokussieren uns auf kapitaleffizientes Wachstum im In- und Ausland sowie den gezielten Ausbau der Software- und Elektronikkompetenzen.

Wolfgang Plasser
Vorstandsvorsitzender

Wegen der expansiven Investitionstätigkeit der Jahre 2017 und 2018 seien die Abschreibungen um rund 0,8 Millionen Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich um rund 8,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Die Ebitda-Marge – das Verhältnis von Ebitda zu Umsatz – erhöhte sich von 5,7 Prozent auf auf 9,2 Prozent im ersten Halbjahr 2019. Die gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um mehr als die Hälfte gesteigerte Investitionstätigkeit habe zu einem Anstieg des Anlagevermögens um rund 26,9 Millionen Euro geführt.

Erwartungen unverändert

Der Vorstand der SHW AG rechnet für das Geschäftsjahr 2019 unverändert mit einem Konzernumsatz in einer Bandbreite von 440 bis 480 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge werde in einer Bandbreite von 8,5 Prozent bis 10 Prozent erwartet.

Die SHW AG hat sich als Automobilzulieferer die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen auf die Fahnen geschrieben. Im Geschäftsbereich Pumpen und Motorkomponenten entwickelt und produziert der SHW-Konzern Pumpen für Autos, Lastwagen, Agrar- und Baumaschinen, Stationärmotoren und Windkraftanlagen sowie Motorkomponenten. Im Geschäftsbereich Bremsscheiben werden einteilige, belüftete Bremsscheiben aus Gusseisen sowie Leichtbaubremsscheiben aus einer Kombination von Eisenreibring und Aluminiumtopf entwickelt und produziert. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 1500 Mitarbeiter.

© Wirtschaft Regional 09.09.2019 15:53
317 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?