Betriebsrat wehrt sich gegen Pläne

Bosch AS Der Chef des Arbeitnehmergremiums verweist auf bestehende Vereinbarung – und kritisiert die AS-Führung.

Schwäbisch Gmünd. Am Dienstag berichtete diese Zeitung über die sich verschärfende Lage bei Gmünds größtem Arbeitgeber, der Bosch Automotive Steering (Bosch AS). Firmensprecherin Stephanie Reuter wollte einen größeren Stellenabbau nicht ausschließen. Nun hat der Betriebsrat auf die Äußerungen reagiert. Wie erwartet, treffen die Ideen auf wenig Gegenliebe. Das Gremium verweist auf die Standortvereinbarung, nach der bis zum Ende des Jahres 2022 bereits 700 der aktuell 5400 Stellen wegfallen sollen.

Der Betriebsratsvorsitzende Alessandro Lieb verweist auf den im Jahre 2017 geschlossenen Zukunftssicherungspakt. Bei dem handle es sich um „einen substanziellen und weitreichenden Vertrag, mit welchem der Betriebsrat wichtige Bestandteile für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und die Sicherung von Arbeitsplätzen vereinbarte“. Er kenne die angespannte Lage in der Autoindustrie und die Unzufriedenheit des Bosch-Managements mit der Rendite. Allerdings dürfe „nicht die Belegschaft zur Kasse gebeten werden, wenn das Management vor Ort in Gmünd oder gar auf der Schillerhöhe in der Zentrale Fehler machen sollte“. Im Gegenteil, gerade dann erwarte ich von „den Oberen“ in Schwäbisch Gmünd oder auf der Schillerhöhe Rückgrat und Stärke.“

© Wirtschaft Regional 14.08.2019 21:13
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