Private berufliche Schule geschlossen

Schülermangel Progenius-Schule auf dem Aalener Galgenberg hatte zuletzt noch zwei Berufskolleg-Abschlussklassen.
  • Die private berufliche Schule Progenius Aalen hat ihren Schulbetrieb eingestellt. Foto: hag

Aalen. Die private berufliche Progenius-Schule auf dem Aalener Galgenberg hat ihren Betrieb zum Ende des Schuljahres eingestellt. Das bestätigt der Träger, das „Gemeinnützige Institut für Berufsbildung Dr. Engel (ifb)“ mit Sitz in Ulm. Grund für die Schließung der 2000 eröffneten und 2013 umbenannten Vollzeitschule, an der Schüler nach der Mittleren Reife in einem oder zwei Jahren die Fachhochschulreife erlangen konnten, war nach Angaben des Geschäftsführers Dr. Christian Engel die „mittel- bis langfristige Prognose“ bei den Schülerzahlen.

Zuletzt wurden noch zwei Berufskolleg-Abschlussklassen in Aalen unterrichtet. Die Klassengröße liegt an den Progenius-Schulen laut Engel bei rund 20 Schülern. Die Entscheidung sei bereits vor mehr als einem Jahr gefallen. Deshalb sei der Schulbetrieb nun geordnet ausgelaufen. Die Lehrkräfte könnten, sofern sie das wünschten, an andere Progenius-Schulen wechseln.

Das ifb betreibt unter anderem berufliche Schulen in Schwäbisch Gmünd und Heidenheim. Diese beiden Standorte seien gut ausgelastet, so Engel: In Gmünd helfe etwa die Nähe zum Großraum Stuttgart, während es in Städten mittlerer Größe schwierig sei, eine Schule mit genügend Schülern zu führen. Aktuell gibt es berufliche Progenius-Schulen an elf Standorten deutschlandweit. Eine Schule in Essen steht vor der Eröffnung.

Das Gebäude in der Aalener Mohlstraße 3 gehört dem ifb, das es nach der Insolvenz des Elektro-Ausbildungszentrums (EAZ) gekauft hatte. Die Immobilie sei derzeit noch fremdvermietet, so Engel. Man überlege aber, sie mittelfristig zu verkaufen.

© Wirtschaft Regional 06.08.2019 17:56
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