Wenige Insolvenzen im Handwerk

Handwerkskammer 2018 gingen 13 Betriebe im Ostalbkreis insolvent Quote so niedrig wie seit vielen Jahren nicht.

Ulm. Die Handwerksbetriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm zeigen sich derzeit so stabil wie lange nicht, denn die Insolvenzquote lag im Jahr 2018 bei lediglich 0,26 Prozent aller im Jahresverlauf aktiven Betriebe. Dies ist laut Kammer der niedrigste Wert seit dem Beginn der Auswertungen im Jahr 2004. Dieser Trend ist in ganz Baden-Württemberg zu beobachten. Seit 2014 (0,51 Prozent) sinkt die Quote beständig. Ein Grund: Manche Handwerksbetriebe arbeiteten mittlerweile gegen Vorauszahlungen, so die Kammer.

Im Jahr 2018 meldeten 54 Betriebe im Kammergebiet Insolvenz an, darunter 13 im Ostalbkreis und sieben im Landkreis Heidenheim. Im Vorjahr waren es noch insgesamt 66 Betriebe und damit eine Insolvenzquote von 0,32 Prozent. Am höchsten lag die Insolvenzquote im Jahr 2009 mit 0,63 Prozent.

Die positive Entwicklung spiegle sich auch in den deutschlandweiten Zahlen: Waren es 2009 deutschlandweit noch 6470 Insolvenzanträge aus dem Handwerk, so ist die Zahl im Jahr 2018 auf 4120 gesunken.

„Wir rüsten die Meister und Betriebsinhaber der Zukunft, damit wir auch weiterhin starke, nachhaltige Betriebe haben, die die Kunden mit ihren hochwertigen Leistungen versorgen“, betont dazu Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm.

© Wirtschaft Regional 06.06.2019 18:45
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