Kfz-Handwerker fordern mehr Lohn

Warnstreiks Beschäftigte von Wagenblast und der Mercedes-Niederlassung Gmünd beteiligen sich an der Aktion.
  • Teilnehmer der Kundgebung in Heidenheim. Foto: IG Metall

Heidenheim. Mit Warnstreiks und einer Kundgebung in Heidenheim haben Beschäftigte aus den Kfz-Handwerksbetrieben der Region am Dienstag ihrer Forderung nach mehr Lohn Nachdruck verliehen. Rund 70 Teilnehmer zählte die IG Metall bei der Kundgebung vor dem Autohaus Marnet in Heidenheim-Schnaitheim. In der aktuell laufenden Verhandlungsrunde um den Vergütungstarifvertrag für Baden-Württemberg für die kommenden zwei Jahre fordert die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn. Von Arbeitgeberseite liege bisher kein Angebot vor, so die Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Aalen und Schwäbisch Gmünd, Cynthia Schneider.

An den Warnstreiks beteiligten sich Beschäftigte des Autohauses Wagenblast – dem größten Kfz-Betrieb der Region – an den Standorten Lorch, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim und Aalen, ebenso die Mitarbeiter der Mercedes-Benz-Niederlassung Schwäbisch Gmünd.

Es gelte, den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde am Freitag, 14. Juni, in Stuttgart zu erhöhen. In anderen Bundesländern lägen bereits Angebote der Arbeitgeber vor, so Schneider: In Niedersachsen liege dieses bei 2,0 Prozent Lohnsteigerung im ersten und weiteren 2,3 Prozent im zweiten Jahr.

Zudem fordert die IG Metall ein deutliches Plus für die Auszubildenden und eine Grundvergütung für die Azubis im ersten Ausbildungsjahr, das in der Berufsfachschule absolviert wird. Die Branche mache aktuell gute Geschäfte, so Schneider, die neben Tobias Bucher von der IG-Metall Heidenheim und Wagenblast-Betriebsratsvorsitzendem Marcus Nadolski auf der Kundgebung sprach: „Wir dürfen die Kfz-ler nicht abhängen.“

© Wirtschaft Regional 04.06.2019 16:05
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