Zeiss Meditec erzielt Umsatzrekord

Bilanz Die Zeiss-Tochter trotzt starkem Euro und politischer Unsicherheit und legt vor allem in Amerika und Asien kräftig zu.
  • Auch am Zeiss-Stammsitz in Oberkochen ist Meditec mit einem Standort vertreten. Foto: Manfred Stich

Oberkochen/Jena. Trotz negativer Währungseffekte hat Carl Zeiss Meditec das Geschäftsjahr 2017/18 mit neuen Rekorden abgeschlossen. Der Umsatz steigt um 7,6 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Rechnet man die Währungsturbulenzen heraus, liegt das Plus sogar bei 11,1 Prozent. Der operative Gewinn legt von 181 auf 197 Millionen Euro zu. „Im Geschäftsjahr 2017/18 konnten wir dabei sowohl in der Augenheilkunde als auch in der Mikrochirurgie weitere Marktanteile gewinnen. Besonders erfreulich ist, dass die Beiträge aus allen Regionen und Teilbereichen kommen – insbesondere die Regionen Amerika und Asien/Pazifik entwickelten sich stark“, sagt Vorstandschef Dr. Ludwin Monz. Man habe die bereits im Juli 2018 erhöhte Umsatzprognose erreicht.

Während der Umsatz in Europa und dem Mittleren Osten um vier Prozent wächst und sich die Kernmärkte Deutschland und Frankreich „stabil“ entwickelten, macht dem Medizintechniker sein inzwischen größtes Marktgebiet weiter Freude: Die Region Asien/Pazifischer Raum (APAC) erzielt ein Wachstum von 10,7 Prozent auf 496,3 Millionen Euro, vor allem in China und Südkorea laufen die Geschäfte gut. Rechnet man die Effekte des starken Euro heraus, liegt der Zuwachs in Asien bei 13,2 Prozent. Der amerikanische Markt entwickelt sich dynamisch. Der Umsatz steigt um 7,5 Prozent auf 406,5 Millionen Euro. Wechselkursbereinigt wäre Meditec hier sogar um 14,4 Prozent gewachsen – ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr. Dies sei vor allem auf eine weiterhin positive Entwicklung im US-Markt zurückzuführen.

Für 2018/19 erwartet die Meditec AG weiteres Wachstum „mindestens auf dem Niveau der zugrunde liegenden Märkte“.

© Wirtschaft Regional 07.12.2018 17:38
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