Hartmann wird weniger verdienen

Bilanz Den Heidenheimer Konzern plagen unter anderem steigende Regulatorik und höhere Rohstoffpreise.

Heidenheim. Der Hartmann-Konzern hat mitgeteilt, dass er im kommenden Geschäftsjahr weniger Gewinn machen wird, als er sich vorgenommen hat. Wie die Firma mitteilt, erwarte man ein reduziertes operatives Ergebnis. Hartmann begründet dies vor allem mit einem „Margendruck“ durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, speziell für zellstoff- sowie rohölbasierte Ausgangsprodukte. Diese belasten indes nicht nur Hartmann, sondern die gesamte Branche. Ebenso seien „ungünstige Entwicklungen von Fremdwährungen festzustellen“. Hinzu kämen die regulatorischen Aufwendungen für die Umsetzung der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) und Investitionen in „strategisch wichtige Maßnahmen zur Sicherung von Wachstum und Profitabilität“.

Hartmann geht vor diesem Hintergrund für das laufende Geschäftsjahr 2018 von einem „moderaten“ Rückgang des Ebit aus. 2017 hatte Hartmann operativ 138,2 Millionen Euro verdient. Für 2019 prognostiziert Hartmann nur noch ein Ebit von 102 bis 112 Millionen Euro.

Hartmann hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von 90 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz lag in diesem Zeitraum bei 1,56 Milliarden Euro. Den größten Erlös erzielt Hartmann mit Produkten rund um das Inkontinenzmanagement.

© Wirtschaft Regional 05.12.2018 20:10
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