Digitalisierung hilft sparen

Forum Im IHK-Bildungszentrum in Aalen haben Verbände und Forschungseinrichtungen darüber diskutiert, wie Unternehmen Ressourcen effizienter nutzen können.
  • Haben über Ressourceneffizienz durch Digitalisierung informiert (von links) Peter Schmidt, Manager Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg (DigiZ), Dr. Stefan Back, Regionalkreisleiter DGQ Regionalkreis Ostalb-Donau, Michaela Eberle, IHK-Hauptgeschäftsführerin, und Dieter Szemkus vom European Six Sigma Club Deutschland. Foto: IHK

Aalen

Wie können Unternehmen mithilfe der Digitalisierung Ressourcen sparen? Darüber haben die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ), IHK Ostwürttemberg, VDI Zentrum für Ressourceneffizienz und der Six Sigma Club-Deutschland mehr als 50 Teilnehmer aus ganz Deutschland im IHK-Bildungszentrum in Aalen informiert.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle betonte, dass die erfolgreiche Gestaltung der Digitalisierung eine fundamentale Voraussetzung sei, um die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zu erhalten. Eine weitere große Herausforderung ist die notwendige Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch. Der DGQ-Regionalkreisleiter Ostalb-Donau, Dr. Stephan Back, wies darauf hin, dass dies nur gelingen könne, wenn in den Unternehmen Ressourcen effizienter genutzt würden.

Laut Dr. Ulrike Lange von der VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) werden Digitalisierung und Ressourceneffizienz von den meisten Unternehmen getrennt voneinander behandelt. Dies belege auch eine Studie des VDI ZRE. Demnach sei die wesentliche Motivation für Digitalisierung in Unternehmen die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Mehr Ressourceneffizienz hingegen werde beim Einsatz digitaler Technologien in den meisten Fällen nur als ein Nebeneffekt angesehen.

Software zeigt Unternehmen Ressourcenverbrauch auf

Häufig werden Potenziale der Digitalisierung nicht genutzt.

Peter Schmidt
IHK Ostwürttemberg

Gerade digitale Technologien aber ließen sich auch zielgerichtet dafür einsetzen, um die Ressourceneffizienz in Unternehmen zu steigern, wusste Carsten Ernst von der Ökotec Energiemanagement mit Sitz in Berlin. Dabei sei die Erfassung und Auswertung von Verbräuchen in den Betrieben eine der wichtigsten Voraussetzungen, um Effizienzpotenziale zu identifizieren.

Um diese zu visualisieren, stellt das Land Baden-Württemberg eine kostenlose Software zur Verfügung. Jürgen Römhild von der Landesagentur Umwelttechnik BW GmbH stellte die Software „bw!sankey“ vor. Diese erstellt Energie- und Stoffstromgrafiken und zeigt hohe Verbräuche im Prozessnetz eines Unternehmens auf.

Wie mit digitalen Technologien Unternehmen zukünftig nicht nur smart, sondern auch ressourceneffizienter produzieren können, soll auch Thema des neuen Digitalisierungszentrums Ostwürttemberg (DigiZ) sein. „Häufig werden die Potenziale der Digitalisierung zur Steigerung der Ressourceneffizienz noch nicht ausreichend genutzt“, so der Manager des DigiZ Peter Schmidt. Er möchte den Unternehmen aufzuzeigen, wie Digitalisierung und Ressourceneffizienz einhergehen können.

Abschließend erklärte Björn Noreik von der BNB Qualitätsstatistik und Training aus Bad-Neuheim, wie große Datenmengen in kompetente Informationen transformiert werden können. Und Oliver Mayer von General Electric zeigte unterschiedliche Methoden auf, wie Kapazitäten nach der „TRIZ-Methode“ richtig eingesetzt werden, um Probleme im Unternehmen zu lösen.

© Wirtschaft Regional 29.11.2018 19:38
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