Blendende Lage am Arbeitsmarkt

Oktoberzahlen Arbeitslosigkeit im Ostalbkreis liegt bei 2,6 Prozent, im Raum Ellwangen sogar nur bei 1,7 Prozent.

Aalen. Hervorragende Zahlen vom Jobmarkt vermeldet die Arbeitsagentur Aalen. Bei rekordverdächtig niedrigen 2,6 Prozent liegt die Arbeitslosigkeit im Ostalbkreis, bei 3,5 Prozent im Kreis Heidenheim.

„Noch nie war die Zahl der Arbeitslosen im Ostalbkreis in einem Oktober so niedrig wie in diesem Jahr“ freut sich Elmar Zillert, Chef der Aalener Arbeitsagentur. Schon 2017 habe zu einem der besten Jahre gehört, was die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Ostwürttemberg angehe. Deshalb sei der Rückgang gegenüber dem Vorjahresoktober um 8,6 Prozent umso höher zu bewerten. Zum Vergleich: Im Land ging die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich um 6,9 Prozent zurück.

7179 Personen waren Ende Oktober im Agenturbezirk Aalen, zu dem neben dem Ostalbkreis auch der Kreis Heidenheim gehört, arbeitslos gemeldet. Das sind 356 Personen weniger als im September. Im Ostalbkreis sank die Zahl der Arbeitslosen um 269 auf 4628. Dies bedeutet einen Rückgang zum Vormonat von 5,5 Prozent und zum Oktober 2017 um 3,4 Prozent.

Insgesamt liegt die Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg bei 2,9 Prozent. Die niedrigste Quote verzeichnete auch im Oktober – wie inzwischen schon traditionell – der Geschäftsstellenbezirk Ellwangen mit 1,7 Prozent. Es folgen die Räume Aalen mit 2,4 Prozent, Bopfingen mit 2,7 Prozent, Schwäbisch Gmünd mit 3,1 Prozent und Heidenheim mit 3,5 Prozent. Es gab weniger Empfänger sowohl von Arbeitslosengeld als auch von Grundsicherung.

Positiv ist die Jobsituation der unter 25-Jährigen. Um 170 Personen beziehungsweise 20,2 Prozent ging ihre Zahl gegenüber dem Vormonat zurück. „Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen um 38 Personen etwas höher liegt als im Oktober des Vorjahres“, räumt Elmar Zillert ein: „Doch der aktuelle Trend geht in die richtige Richtung.“

Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert

Sehr erfreulich entwickelt habe sich auch die Arbeitslosigkeit bei den ausländischen Bürgern. Hier zeige sich unter anderem, dass es zunehmend gelinge, Personen mit Fluchthintergrund nach Integrations- und Sprachkursen sowie beruflichen Qualifikationsmaßnahmen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, so die Agentur. Gegenüber September sank ihre Zahl der arbeitslos gemeldeten Ausländer um 118 Personen auf 1927 Personen. Das entspricht einem Minus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vorjahresvergleich fällt der Rückgang mit 7,9 Prozent sogar noch deutlicher aus.

1426 offene Stellen haben die Betriebe gemeldet – sieben Prozent mehr als im Oktober 2017. Besonders das verarbeitende Gewerbe und der Handel sind auf Personalsuche. Weiter ein Problem ist laut Arbeitsagentur der Fachkräftemangel.

© Wirtschaft Regional 30.10.2018 15:33
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