Verkauf von Hensoldt ist besiegelt

Übernahme Investor aus den USA ist bei der Rüstungsfirma mit Standort in Oberkochen endlich am Ziel.

Oberkochen/Ulm. Den Verkauf der Hensoldt-Gruppe an den Finanzinvestor KKR hatte Airbus bereits vor zwei Jahren beschlossen. Allerdings behielt der Konzern noch einen Anteil von 25,1 Prozent – zur Sicherung eines reibungslosen Geschäftsübergangs, wie es in einer Mitteilung von Hensoldt nun heißt. Diese Anteile hat Airbus nun aber verkauft, der Verteidigungselektronikanbieter, der in Oberkochen 500 Mitarbeiter beschäftigt, gehört nun komplett dem US-Finanzinvestor KKR.

„Ich bin sehr stolz, dass wir die Trennung schon zehn Monate vor dem Zeitplan geschafft haben“, sagt Hensoldt-CEO Thomas Müller. Das gebe dem Unternehmen zusätzlichen Antrieb. „Mit dem Aufbau neuer Beziehungen zu Plattformherstellern weltweit werden wir unser Geschäft in den kommenden Jahren signifikant ausweiten“, blickt Müller bereits voraus.

Hensoldt liefert Streitkräften und Sicherheitsbehörden Sensorlösungen für luft-, see- und landgestützte Anwendungen. Hierzu gehören: Schutz kritischer Infrastrukturen, Flugabwehr, Selbstschutz fliegender Plattformen, Signalaufklärung und Datenlinks sowie Wärmebildgeräte und optronische Zielvorrichtungen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Ulm und erzielt mit etwa 4300 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro.

© Wirtschaft Regional 09.10.2018 17:33
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