Insolvente Sconvey ist am Ende

Logistik Bis zuletzt hatten die Mitarbeiter gehofft, nun ist klar: Die Firma stellt ihren Betrieb ein. Das sind die Gründe.
  • Hatte im April Insolvenz angemeldet: die Giengener Sconvey.
    Archiv-Foto: Sconvey

Giengen. Nachdem in den vergangenen Monaten immer mehr Mitarbeiter dem insolventen Fördertechnik-Spezialisten den Rücken gekehrt hatten, ist nun klar: Das Unternehmen ist am Ende und muss seinen Geschäftsbetrieb einstellen. Trotz zahlreicher Gespräche mit mehreren Investoren habe Insolvenzverwalter Michael Pluta keinen Käufer für das Unternehmen gefunden. Das teilte die Restrukturierungsgesellschaft Pluta nun mit.

Die Mitarbeiter wurden am Dienstag im Rahmen einer Betriebsversammlung über die Schließung informiert. 47 Mitarbeiter werden gekündigt. 30 Beschäftigte hatten die Firma bereits zuvor auf eigenen Wunsch verlassen. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags beschäftigte Sconvey 77 Mitarbeiter.

Mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft hat Insolvenzverwalter Pluta einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan vereinbart. Die Produktion wird voraussichtlich bis Oktober 2018 fortgeführt und die verbliebenen Aufträge abgearbeitet sowie neue kleinere Aufträge angenommen.

In den vergangenen Wochen hatte Pluta gemeinsam mit seinem Team den Geschäftsbetrieb fortgesetzt und parallel nach Investoren gesucht. „Leider konnte jedoch kein Investor gefunden werden“, so Pluta. Aus diesem Grund und angesichts der sich zuletzt verschlechterten Auftragslage sei er gezwungen, den Geschäftsbetrieb zeitnah einzustellen. Ein Unternehmen darf im Insolvenzverfahren keine Verluste erwirtschaften.

Im April hatte das Unternehmen Insolvenz beim Amtsgericht Aalen angemeldet, Michael Pluta war seither als vorläufiger Insolvenzverwalter, später als regulärer Insolvenzverwalter der Gesellschaft tätig.

© Wirtschaft Regional 31.07.2018 12:48
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