DELPHI / Rettung für den Autozulieferer in Sicht

Dicke Finanzspritze gesichert

Der in einem Insolvenzverfahren steckende größte US-Autozulieferer Delphi hat sich milliardenschwere Finanzspritzen gesichert. Finanzinvestoren werden 1,4 bis 3,4 Mrd. Dollar bereitstellen, teilte das Unternehmen mit. Zudem vereinbarte Delphi mit J.P. Morgan Chase und einigen anderen Gläubigern eine neue Kreditlinie und Darlehen über insgesamt 4,5 Mrd. Dollar. Zu den Finanzinvestoren gehören Cerberus Capital sowie die Banken Merrill Lynch und UBS. Im Gegenzug erhalten sie im Laufe des ersten Halbjahres bis zu 135 Mio. Aktien von Delphi. Sie könnten dann 30 bis 70 Prozent an Delphi halten, sagte eine Sprecherin. Auch die bisherigen Anteilseigner können sich an der Kapitalerhöhung beteiligen. Das Geld soll dem Delphi-Pensionplan zugute kommen, der 2005 eine Lücke von 4,1 Mrd. Dollar aufwies.

Der frühere Mutterkonzern General Motors begrüßte die Transaktion. Die ehemalige GM-Zubehörsparte Delphi war im Herbst 2005 nach riesigen Verlusten in Gläubigerschutz gegangen.
© Südwest Presse 19.12.2006 07:45
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