HEROS / Ehemaliger Niederlassungsleiter legt umfassendes Geständnis ab

Ex-Firmenchef schwer belastet

Ein ehemaliger Heros-Niederlassungsleiter hat im Prozess um die Pleite der Geldtransportfirma das erste umfassende Geständnis abgelegt. Der 55-jährige Manfred D. gab vor dem Landgericht Hildesheim gestern zu, etwa 10 Mio. EUR für private Zwecke abgezweigt zu haben. Er zeigte zudem Reue. 'Es tut mir Leid, dass ich viele Menschen geschädigt habe', sagte er. Der geständige Ex-Heros-Chef Karl-Heinz Weis hatte zuvor private Bereicherung nicht eingeräumt.

Der 55-Jährige belastete zudem die Mitangeklagten Weis und Reimer W., der in Hamburg die Heros-Tochter Nordcash leitete. Seit dem Jahr 1995, als man begonnen habe, bei Heros Gelder zu entnehmen, habe er an W. etwa 8 Mio. EUR übergeben. An den Ex-Chef von Heros, Karl-Heinz Weis, habe er in zwölf Raten 1 Mio. EUR in bar übergeben.

Die privat abgezweigten 10 Mio. EUR hat der 55-Jährige nach eigenen Angaben in Spielbanken verspielt, gespendet oder verschenkt und 5 Mio. EUR in ein Hotel in Bulgarien investiert.
© Südwest Presse 06.12.2006 07:45
547 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?