benq mobile

Stellenabbau weiter offen

Die rund 3000 Beschäftigten des insolventen Handy-Herstellers Benq Mobile müssen weiter um ihre Jobs bangen. Bei einer Mitarbeiterversammlung kündigten der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Prager und Vertreter der Agentur für Arbeit in München einen Stellenabbau an, nannten aber noch keine konkreten Zahlen. Neben dem Stellenabbau ging es auch um Fragen zu Insolvenzgeld und Versicherungen. Außerdem sei klar gemacht worden, dass Benq Mobile künftig nur noch auf dem europäischen Markt agieren werde, sagte die Betriebsratsvorsitzende Susanne Kahlweg. 'Wir sind kein globales Unternehmen mehr.'

Prager wollte zudem mit Vertretern der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Bayern, von Siemens sowie von der Bundesagentur für Arbeit und der IG Metall die Chancen für eine Auffanggesellschaft beraten. Siemens hatte zuvor bereits die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für entlassene Mitarbeiter unter dem Dach der insolventen Benq Mobile GmbH & Co. OHG angeregt. Der Konzern wäre grundsätzlich bereit, hierfür Geld aus seinem Härtefonds von 35 Mio. EUR zur Verfügung zu stellen.

Die deutsche Tochter des taiwanesischen Elektrokonzerns Benq hatte vor etwa zwei Wochen Insolvenzantrag gestellt. Benq hatte vor etwa einem Jahr die Handy-Sparte von Siemens übernommen.
© Südwest Presse 13.10.2006 07:45
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