Deutsche Bank

Weitere Zukäufe

Die Deutsche Bank hat weder Interesse an einer Übernahme der Postbank noch der Commerzbank. Vorstandschef Josef Ackermann bezeichnete beide Institute auf einer Bankentagung zwar als 'tolle Banken'. 'Es spricht nichts gegen die Postbank, aber auch nichts dafür.' Bei der Rendite lägen die Institute hinter der Deutschen Bank. Im übrigen würde ein Zusammenschluss mit jedem der Häuser eine starke Restrukturierung mit einem möglicherweise deutlichen Abbau von Arbeitsplätzen nach sich ziehen. 'Das wäre im sozialpolitischen Umfeld nicht ganz einfach.' Dagegen erwartet Ackermann schon 2007 deutliche Ergebnisbeiträge durch die vor kurzem übernommene Berliner Bank und die Norisbank. Vor allem auf die Berliner Bank setzt Ackermann große Stücke. Für ihn ist dieser Kauf nicht nur wichtig, weil er der Deutschen Bank in Berlin einen Marktanteil von 15 Prozent beschert, sondern weil sie damit in 'einer der wenigen Welt-Großstädte' gut vertreten ist. 'Deshalb waren wir bereit einen hohen Preis zu bezahlen.'

Wo die Bank weitere Akquisitionsmöglichkeiten sieht, sagte Ackermann nicht. Im Auge habe er aber intelligente, kleinere Akquisitionen nach dem Vorbild von Berliner Bank und Norisbank. Daneben setzt die Deutsche Bank weiter auf organisches Wachstum, in einigen Ländern würde die Zahl der Filialen verdoppelt.
© Südwest Presse 01.09.2006 07:45
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