ENDESA / EU prüft die Blockade der spanischen Regierung

Eon legt Beschwerde ein

Bei der umstrittenen Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa durch den deutschen Eon-Konzern prüft die EU-Kommission neue Informationen der Madrider Regierung. Eon hatte zuvor beim spanischen Industrieministerium Beschwerde gegen die erteilten Auflagen durch die Aufsichtsbehörde CNE eingelegt. Die EU-Wettbewerbshüter hatten schwere Zweifel an den weit gehenden spanischen Auflagen für Eon geäußert und weitere Informationen aus Madrid angefordert. Die EU-Behörde vermutet hinter der Quasi-Blockade von Eon eine Behinderung des freien Kapitalverkehrs und der Niederlassungsfreiheit. Die spanische Energiebehörde CNE hatte entschieden, dass Eon nach der Übernahme rund ein Drittel von Endesa abgeben und weitere Bedingungen erfüllen muss. Falls Spanien die Zweifel nicht ausräumen kann, dürfte die Kommission förmlich feststellen, dass das Mitgliedsland sich nicht an die EU-Billigung des Übernahmeangebots für Endesa hält.
© Südwest Presse 12.08.2006 07:45
489 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?