SÜDWEST-INDUSTRIE / Zahl der Mitarbeiter hat im Juni zugenommen - Tempo des Stellenabbaus nimmt weiter ab

Hoffnung auf Trendumkehr am Arbeitsmarkt

In Baden-Württemberg mehren sich bei der Industriebeschäftigung die Hoffnungszeichen für eine Trendumkehr. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Juni 2006 gegenüber dem Vormonat um 800 auf knapp 1,2 Mio. Beschäftigte, nachdem schon im Monat zuvor eine leichte Zunahme zu verzeichnen war. Dies sei umso bemerkenswerter, da sich der Anstieg nicht auf eine vorübergehende Einstellung von saisonalen Arbeitskräften zurückführen lässt, schreiben die Stuttgarter Statistiker. Zugleich sei damit der seit Anfang des Jahres entstandene Beschäftigtenrückgang wieder ausgeglichen worden.

Im gesamten ersten Halbjahr 2006 lag der Beschäftigtenstand der Südwestindustrie mit 1 191 200 tätigen Personen allerdings unter der Marke von 1,2 Millionen und wies damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang von 10 400 Beschäftigten auf, was einem Minus von 0,9 Prozent entspricht. Verlangsamt hat sich indes das Tempo des Personalabbaus. Während der Rückgang im ersten Quartal noch 1,1 Prozent betrug, belief er sich im zweiten Quartal noch auf 0,7 Prozent. Schwerpunkte des Belegschaftsabbaus waren der Fahrzeugbau mit 5600 Stellen und das Papier-, Verlags- und Druckgewerbe mit 2100 Stellen. Im Maschinenbau wuchs die Beschäftigtenzahl.
© Südwest Presse 09.08.2006 07:45
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