SCHERING / Röntgenkontrastmittel vom Markt genommen - Enttäuschende Klinikstudie

Zwei Misserfolge für Berliner Pharmakonzern

Der Berliner Pharmakonzern Schering hat ein Röntgenkontrastmittel vom Markt genommen. Zugleich gab das Unternehmen gestern einen Misserfolg bei der Entwicklung eines Medikaments gegen chronische Darmentzündung (Morbus Crohn) bekannt.

Der Aktienkurs des neuen Schering-Mutterkonzerns Bayer fiel nach Bekanntgabe der Nachrichten um rund 2 Prozent. Die Bayer AG hält derzeit gut 92 Prozent der Schering-Anteile.

Zurückgerufen wurde das Kontrastmittel Ultravist 370. Der Stoff könne im Blut von Patienten unter Umständen Kristalle bilden und damit Thrombosen (Blutgerinnsel) hervorrufen, teilte Schering in Berlin mit. Für das Darmmittel Sargramostim zeigten sich in einer klinischen Zulassungsstudie keine besseren Ergebnisse als bei der Behandlung mit einem wirkungslosen Scheinmedikament. Schering-Entwicklungsvorstand Marc Rubin zeigte sich darüber enttäuscht, das Sargramostim-Programm werde aber fortgesetzt, sagte er.
© Südwest Presse 01.08.2006 07:45
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