Vom Börsenparkett: Kein Sommerloch

Die Rekordhitze schlägt sich auch an den Börsen nieder. 'Die hohen Temperaturen lähmten die Aktivitäten von Händlern und Fondsmanagern', stellt etwa die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) fest. Doch dafür hat sich Deutschen Aktienindex in der vergangenen Woche gut entwickelt: Der Dax schloss am Freitag mit 5705 Punkten - 159 Zähler mehr als eine Woche zuvor.

'Offenbar beginnen die Marktteilnehmer, sich mit den politischen Risiken abzufinden und auch die hohen Energiepreise verbreiten aktuell nur wenig Schrecken', konsultiert die Commerzbank. Selbst die 'gemischten Zahlen von Siemens' (Volksbank Esslingen-Nürtingen) und der 'unerwartet stark zurückgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex' (Ellwanger & Geiger) konnten daran nichts ändern. Auf der 'Haben-Seite' standen Höhenflüge am japanischen Aktienmarkt, gute Zahlen von VW und Daimler-Chrysler und Andeutungen, dass die US-Zinserhöhungen ein Ende haben könnten.

Ob es bei der 'Schaukelbörse' (Südwestbank) bleibt, weiß niemand. Commerzbank, Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen und LBBW sind zumindest optimistisch. Ein Blick auf die Kursentwicklung der vergangenen 40 Jahre zeige laut LBBW, 'dass die deutschen Aktien Mitte des Monats sehr häufig ein Zwischenhoch erzielten'. Die Commerzbank empfiehlt derzeit MTU. Ellwanger & Geiger raten zur Roh- und Grundstoff-Branche und zur Pharmabranche mit den Werten Novartis, Sanofi und Takeda.

© Südwest Presse 31.07.2006 07:45
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