VOLKSWAGEN

Neues Werk in Russland

VW baut 160 Kilometer von Moskau entfernt sein erstes Werk für rund 3500 Mitarbeiter in Russland. Nur so könne man den russischen Markt ausbauen, heißt es.Der Weg für das erste VW-Werk in Russland ist frei. Die entsprechenden Verträge sind gestern in Moskau unterschrieben worden. In der Stadt Kaluga, rund 160 km südwestlich von Moskau, solle die Produktionsstätte entstehen. 'Mit dem neuen Werk werden wir unsere Position in Russland in den nächsten Jahren erheblich ausbauen. Dies trägt auch zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland bei', sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder: 'Wir werden die großen Wachstumschancen des russischen Marktes entschlossen nutzen.' Wegen der Zölle auf importierte Autos seien die VW- und Skoda-Modelle nur zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten, wenn auch in Russland produziert werde.

'Das neue Werk bedeutet geringere Zölle und günstigere Preise für unsere Autos. Dadurch können wir unsere Marktvolumen in Russland deutlich steigern', sagte er. Ziel sei es, in etwa vier bis fünf Jahren den Absatz des Konzerns von derzeit rund 30 000 Fahrzeugen auf dann 150 000 Autos auszubauen.

In der Anlaufphase sollen laut VW in Kaluga von Mitte 2007 an teilzerlegte Modelle der Marken Volkswagen und Skoda montiert werden. Pro Jahr werden demnach so zunächst rund 20 000 Fahrzeuge gefertigt. Parallel dazu soll die Fertigung mit Karosseriebau, Lackiererei und Montage aufgebaut werden, die ihren Betrieb 2009 aufnehmen soll.

Die Marke VW wird zudem speziell für den russischen Markt ein Fahrzeug entwickeln. Nach derzeitigen Plänen soll der Verkaufspreis dieses Autos unter 10 000 EUR liegen. Die Stufenhecklimousine werde auf der Plattform des Polo gefertigt. Im neuen Werk werden laut VW bis zu 3500 Arbeitnehmer beschäftigt.
© Südwest Presse 30.05.2006 07:45
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