MAG / Ex-Cell-O und Cross Hüller werden zusammengelegt

Abbau von 190 Stellen

Der US-Konzern MAG Powertrain will die Werkzeugmaschinenhersteller Ex-Cell-O und Cross Hüller zusammenlegen. Dadurch gehen 190 Stellen verloren.Unruhe herrscht bei den Mitarbeitern der Werkzeugmaschinenhersteller Cross Hüller und Ex-Cell-O, die beide der MAG Powertrain Gruppe gehören. Wie der US-Konzern mitteilte, sollen die beiden Unternehmen unter einem Dach zusammengeführt werden. Durch das neue Konzept für die Standorte, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden soll, werden 190 von insgesamt 840 Stellen wegfallen.

Bei der Ex-Cell-O GmbH in Eislingen sollen nach Angaben der IG Metall 90 der insgesamt 470 Arbeitsplätze gestrichen werden. Im Filstal werden künftig schwerpunktmäßig Maschinen für die Autozulieferer gefertigt. Dazu werden rund 100 Beschäftigte vom Cross-Hüller-Standort in Ludwigsburg nach Eislingen wechseln. Dagegen will man die Produkte für Lkw-Motoren am Sitz der Cross Hüller GmbH in Ludwigsburg konzentrieren. Dort werden statt der bisher 310 Mitarbeiter künftig nur noch 160 beschäftigt sein. MAG-Geschäftsführer Jochen Voß bezeichnete das Konzept als Überlegungen der Geschäftsleitungen, über das nun mit dem Betriebsrat verhandelt werde.

Zu Jahresbeginn hatte der US-Finanzinvestor Maxcor, zu dem MAG Powertrain gehört, Ex-Cell-O vom Karlsruher IWKA-Konzern gekauft. Noch vor der Übernahme war die Fertigung in Eislingen geschlossen und 68 Stellen abgebaut worden. Gerüchten zufolge will der US-Finanzivestor auch den Göppinger Werkzeugmaschinenhersteller Boehringer übernehmen. Der Aufsichtsrat des Mutterkonzerns IWKA soll den Verkauf freigegeben haben.
© Südwest Presse 22.04.2006 07:45
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