EMISSIONSHANDEL / DIHK verlangt Vereinfachungen

Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verlangt, den Handel mit CO2-Emissionsrechten zu vereinfachen. 'Die komplexen Regeln erzeugen gerade in kleineren Unternehmen unverhältnismäßig hohen Aufwand und enorme Kosten', kritisierte DIHK- Präsident Ludwig Georg Braun. Seine Organisation legte ein Positionspapier für den Emissionshandel in der zweiten internationalen Handelsperiode von 2008 bis 2012 vor.

Anlagenbetreiber mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von weniger als 25 000 Tonnen pro Jahr sollten künftig selbst entscheiden können, ob sie am Emissionshandel teilnehmen oder nicht, heißt es darin. Der DIHK begründet dies damit, dass mehr als die Hälfte (52 Prozent) der betroffenen 1849 Anlagen in Deutschland unter 25 000 Tonnen pro Jahr blieben und sie insgesamt nur für 2 Prozent der Emissionen verantwortlich seien. Dennoch hätten diese Firmen den gleichen hohen Verwaltungsaufwand 'Hier stehen Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis', klagt der DIHK.
© Südwest Presse 11.04.2006 07:45
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