GEWERKSCHAFT / Schwerpunkte gestern bei Audi und ZF

Mehr als 40 000 Metaller im Warnstreik

Mehr als 40 000 Beschäftigte in der Metallindustrie von Baden-Württemberg sind laut Gewerkschaft gestern in Warnstreiks getreten. In mehr als 90 Betrieben seien sie zu Kundgebungen gegangen oder hätten ein oder zwei Stunden früher die Arbeit beendet. Insgesamt seien damit seit Mittwoch mehr als 69 000 Metaller den Aufrufen der Gewerkschaft gefolgt. Die Schwerpunkte lagen in den Verwaltungsbereichen Neckarsulm und Friedrichshafen. In der Region Neckarsulm hätten etwa 14 500 Beschäftigte an den Warnstreiks teilgenommen. Bei Audi stand die Produktion länger als eine Stunde still. In Friedrichshafen hätten sich 3500 Metaller an Aktionen beteiligt, davon ein großer Teil beim Automobilzulieferer ZF. Die IG Metall will so ihre Forderung nach 5 Prozent mehr Einkommen durchsetzen. Auch die 'Steinkühlerpause' von fünf Minuten pro Stunde will die IG Metall in der laufenden Tarifrunde verteidigen. In der kommenden Woche sollen die Warnstreikaktionen weiter gehen.
© Südwest Presse 01.04.2006 07:45
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