POSTBANK / Personalabbau geplant

Keine Entlassungen

Nach der Übernahme des Finanzdienstleisters BHW will die Postbank jetzt Personal abbauen. Dies soll aber ohne Entlassungen über die Bühne gehen.Die Integration des Finanzdienstleisters BHW und der zum Jahresbeginn von der Post übernommenen 850 Filialen wird bei der neu formierten Postbank offenbar etliche Arbeitsplätze kosten. Vorstandschef Wulf von Schimmelmann wollte allerdings keine Größenordnung nennen.

Betriebsbedingte Kündigungen unter den derzeit rund 25 000 Mitarbeitern sollen aber vermieden werden. Für 2006 sind sie aufgrund der Tarifverträge ausgeschlossen. Trotz eines neuen Rekordgewinns hat die Postbank ohne BHW und Postfilialen bereits 2005 rund 800 Arbeitsplätze gestrichen. Derzeit sind es bei der Postbank noch 9200, beim BHW 4000 und in den 850 Filialen rund 9500 Beschäftigte. Schwerpunktmäßig dürfte der Abbau von Doppelarbeiten vor allem das BHW treffen. 'Klar ist, dass wir innerhalb unserer Gruppe viele Funktionen nur einmal benötigen und Doppelarbeiten auflösen.' Der Standort der BHW-Zentrale in Hameln soll allerdings erhalten bleiben. Mit der neuen Gruppe und den jetzt insgesamt 14,5 Mio. Kunden will die Postbank zur Nummer 1 in Deutschland als Finanzdienstleister für Privatkunden und als Serviceanbieter für Unternehmen auftreten. 2005 konnte die Bank rund 700 000 neue Kunden gewinnen. Auch im Privatkreditgeschäft konnte die Postbank auf 1,6 Mrd. EUR zulegen. Unter dem Strich erreichte die Post-Tochter 2005 einen Vorsteuergewinn von 719 Mio. EUR und damit 11 Prozent mehr als 2004.
© Südwest Presse 14.03.2006 07:45
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