KONJUNKTUR / Ifo und GfK melden weitere Aufhellung

Optimismus wächst

Der Optimismus bei Unternehmern wie Verbrauchern wächst weiter. Ifo-Konjunkturbarometer und GfK-Konsumklimaindex verbesserten sich erneut.Wirtschaft und Verbraucher in Deutschland sind bester Stimmung. Dies zeigen der Geschäftsklima-index des Münchner Ifo Instituts und die Konsumklima-Studie der GfK Marktforscher in Nürnberg.

Nach den jüngsten Ifo-Daten ist die Stimmung in der deutschen Wirtschaft so gut wie seit fast 15 Jahren nicht mehr. Im Februar stieg der Geschäftsklimaindex überraschend von 101,8 auf 103,3 Punkte. 'Der Aufschwung gewinnt an Breite', meinte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Der Index zur aktuellen Wirtschaftslage verbesserte sich von 99,7 auf 101,9 Punkte. Der Index zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate stieg sogar von 103,8 auf 104,8. Auch die Binnennachfrage komme in Schwung. Das Ifo Institut rechnet erstmals wieder mit mehr Arbeitsplätzen.

Ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb sagte, schon im ersten Quartal werde man wohl Wachstum sehen. Es sei nun aber auch eine leichte Entspannung am Arbeitsmarkt in Sichtweite. 'Es spricht einiges dafür, dass der Abbau von Arbeitsplätzen zum Stillstand gekommen ist.' Die Antworten der Firmen deuteten vielmehr darauf hin, dass ein Beschäftigungsanstieg begonnen habe.GfK-Vorstandschef Klaus Wübbenhorst warnte allerdings vor Euphorie.

Der Aufschwung sei kein Selbstläufer, obwohl die Stimmung der Verbraucher stabil sei, wie seit Jahren nicht mehr. Für März prognostizierten die Marktforscher einen Anstieg des Gesamtindikators für das Konsumklima auf 4,8 Punkte nach 4,6 Punkten im Februar. Wübbenhorst sagte, ein länger andauernder Streik im Öffentlichen Dienst könnte die Verbraucherstimmung jedoch beeinträchtigen. Risikofaktoren für das Konsumklima seien auch die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit und mögliche Energie-Preissteigerungen. 'Und dann kann natürlich ein doppeltes Fragezeichen dazukommen, wenn etwa die Vogelgrippe ausbricht.'
© Südwest Presse 24.02.2006 07:45
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