VOLKSWAGEN / Keine betriebsbedingten Kündigungen notwendig, aber:

Alles auf dem Prüfstand

Die Diskussion um Arbeitsplätze und Sparpotenziale bei Europas größtem Autobauer VW dauert an. Nach Medien-Informationen sollen vorrangig an den deutschen Standorten bis zu 30 000 Arbeitsplätze in Gefahr sein. Diese Zahl 'halten wir für frei erfunden', sagte eine Konzernsprecherin gestern. Aber alles stehe auf dem Prüfstand. Betriebsbedingte Kündigungen werde es jedoch nicht geben.

Nach der Reduzierung von 'Personalüberhang' in der Fahrzeugmontage will Pischetsrieder nach den Berichten insbesondere die VW-Komponentenwerke Braunschweig, Hannover und Kassel auf Sparpotenziale analysieren. In den Verhandlungen um die Senkung der Personalkosten wird auch über den Haustarif bei VW nachgedacht. Seine Kündigung wäre 'nur der allerletzte Weg', sagte Pischetsrieder. In dem Vertrag gebe es 'eine Klausel, die sagt, dass wir nachverhandeln können, wenn das wirtschaftliche Umfeld es erforderlich macht'. Pischetsrieder plane, Mitarbeiter aus dem Tarif herauszukaufen.
© Südwest Presse 12.09.2005 07:45
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