Dresdner Bank

Bestes Ergebnis seit 2001

Schon Ende September will die Dresdner Bank ihr 2002 noch knapp 14 Mrd. EUR umfassendes Portfolio mit wackeligen Krediten verkauft haben. Im ersten Halbjahr 2005 wurden Kredite über 3,6 Mrd. EUR abgegeben, derzeit stehen noch Forderungen über 4,7 Mrd. EUR in den Büchern. Vorstandssprecher Herbert Walter sieht sein Haus auf gutem Weg, in Deutschland 'zur einzigen Alternative zur Deutschen Bank' zu werden.

Die Problemkredite hatten die Bank nach der 23 Mrd. EUR teuren Übernahme durch die Allianz 2001 schwer gebeutelt und führten zu Verlusten von 2,9 Mrd. EUR in den Jahren 2001 und 2002 und das Sanierungsprogramm, dem 18 000 der ehemals 52 300 Arbeitsplätze zum Opfer fielen. Derzeit beschäftigt die Dresdner Bank rund 34 500 Mitarbeiter, davon gut 6000 im Ausland.

Wegen eines wieder gut laufenden Bankgeschäftes in allen Bereichen ist Vorstandssprecher Walter zuversichtlich, dass die Dresdner Bank bis Ende 2007 die angestrebte Eigenkapital-Rendite von 12 Prozent nach Steuern erreicht. Im ersten Halbjahr 2005 waren es bereits 12,2 Prozent. Das operative Ergebnis kletterte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 um 13 Prozent auf 477 Mio. EUR. 'Das ist das beste Halbjahresergebnis seit der Übernahme durch die Allianz vor vier Jahren', freut sich Walter. Nach Steuern verbuchte man einen Gewinn von knapp 1,6 Mrd. EUR. otr
© Südwest Presse 16.08.2005 07:45
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