ENBW

Verlust abgetragen

Die Energie Baden-Württemberg AG (ENBW/Karlsruhe) hat den Umschwung geschafft. Der drittgrößte deutschen Energiekonzern ist im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dennoch sollen im laufenden und im nächsten Geschäftsjahr die Kosten weiter deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig peilt der Stromkonzern höhere Erträge an.

Nach den vorläufigen Zahlen erzielte die ENBW vor Steuern 2004 einen Gewinn von 707 Mio. EUR. Nach dem von Altlasten geprägten Vorjahresverlust von 1,09 Mrd. EUR hat sich das Ergebnis vor Steuern damit um 1,8 Mrd. EUR verbessert. Als Grund nannten die Karlsruher unter anderem ein striktes Kostenmanagement. Auch habe man sich von Verlustbringern getrennt. Der Umsatz soll etwa auf Vorjahreshöhe von 10,6 Mrd. EUR liegen.

Unterdessen denkt die Stadt Stuttgart ernsthaft über einen Einstieg bei der ENBW nach, um das Mitspracherecht der Kommunen im Land bei dem Karlsruher Energieversorger zu stärken. Entsprechende Gespräche fänden derzeit zwischen der Verwaltungsspitze der Stadt und dem Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) statt, sagte ein Sprecher von Oberbürgermeister Wolfgang Schuster in Stuttgart. Dabei geht es um einen möglichen größeren Zusammenschluss der Kommunen, um gemeinsam ein Aktienpaket an der ENBW zu kaufen. dpa
© Südwest Presse 20.01.2005 07:45
Ist dieser Artikel lesenswert?