Die Wirtschaft als Schulpartner

Forum Bildungspartnerschaften: Breite der Beziehung zwischen Schule und Firmen
  • BDA-Präsident Prof. Dr. Dieter Hundt unterhielt sich mit Schulleiter Dr. Christoph Sauer und Jörn P. Makko (v.re.) über Bildungspolitik. (Foto: Laible)
  • Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten sich Neuntklässler der Werkrealschule Mutlangen mit Dietmar Beißwenger (li.) vom Bildungspartner der Schule, der Raiffeisenbank Mutlangen. (Foto: sk)
Zum dritten Forum Bildungspartnerschaften trafen sich Vertreter der Schulen, der unterstützenden Firmen sowie deren Verbänden in der Mensa des Landesgymnasiums für Hochbegabte (LGH) in Schwäbisch Gmünd. Neben der Präsentation einer dieser Bildungspartnerschaften gab es eine Art Messebereich, auf dem Schulen, Firmen und die Ausbildungsbotschafter ihr Tun offenlegten. BDA-Präsident Dr. Dieter Hundt hielt über die bildungspolitischen Leitsätze der Arbeitgeber ein Referat.Schwäbisch Gmünd. Ostwürttemberg ist fünf Jahre nach der Vereinbarung zum Ausbau von Bildungspartnerschaften bei einer Abdeckungsquote von 99 Prozent angelangt. Sprich: Fast jede Schule verfügt über mindestens eine Partnerschaft mit einer Firma oder einer sozialen Einrichtung – rekordverdächtig. „Um die Qualität dieser Partnerschaften noch weiter zu verbessern, soll das Forum dienen, bei dem die Akteure zu einem Erfahrungsaustausch zusammenkommen“, sagte Jörn P. Makko, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ostwürttemberg, bei der Begrüßung der rund 100 Gäste. Erich Rathgeb, Ausbildungsleiter bei ZF Lenksysteme in Gmünd, zeigte Möglichkeiten innerhalb der fünf Bildungspartnerschaften auf, die das Unternehmen unterhält. Ebensolche Möglichkeiten offerierten sieben „Messestände“ von Bildungspartnerschaften im Obergeschoss, die von den Gästen während der Pause rege in Augenschein genommen wurden.
Der halbstündige Vortrag von Landesarbeitgeber-Präsident Dr. Dieter Hundt war eingebettet in die regelmäßig stattfindende Vortragsreihe am LGH. Hundt verband in gewohnter Manier das Thema Bildung mit generellen Standpunkten der Arbeitgebersicht. „Es muss mehr um Chancengerechtigkeit gehen als um Verteilungsgerechtigkeit“, sagte er.
Die Arbeitgeber begrüßten die Pläne des Landes für ein Leitprinzip Berufsorientierung sowie ein eigenes Fach Wirtschaft und Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen. „Für den Erfolg wird es darauf ankommen, dass die schulische Lernwelt mit außerschulischen Lern- und Praxiserfahrungen in der Wirtschaft verknüpft wird“, sagte Hundt. Für diese erfolgreiche Verknüpfung böten die von den Arbeitgebern mitgetragenen Arbeitskreise Schule Wirtschaft und die Bildungspartnerschaften die unverzichtbare Plattform.
© Wirtschaft Regional 17.10.2013 21:09
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