Stabiler Arbeitsmarkt

Quote liegt im Juli unverändert bei 4,0 Prozent
Im Gegensatz zu den Vorjahren stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juli in Ostwürttemberg nur leicht an. Die Zahl der arbeitslosen Personen erhöhte sich um 189 auf insgesamt 9565 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 4,0 Prozent.Aalen. Überwiegend verursacht wird der saisonale Anstieg durch das Auslaufen von Ausbildungsverhältnissen und Qualifizierungsmaßnahmen. Im Juli meldeten sich allein 619 Personen nach Ausbildung oder Qualifizierung arbeitslos. Besonders deutlich schlägt sich dies bei der Zunahme der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen unter 25 Jahren nieder. Hier stieg die Arbeitslosenquote um 0,7 auf 3,2 Prozent an.
Auch im Juli nahm in Ostwürttemberg die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter zu. Insgesamt meldeten die Betriebe 1159 neue Stellen, so dass der Agentur 4047 Stellen zur Besetzung zur Verfügung standen. Das ist eine Steigerung des Stellenzugangs von 16,6 Prozent im Vergleich zum Juni und 15,6 Prozent zum Vorjahr. Der Schwerpunkt der neu gemeldeten Stellen kam mit 475 erneut aus dem Bereich Produktion und Fertigung, gefolgt vom Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit. Hier wurden 153 neue Stellen gemeldet.
„Der Arbeitsmarkt in Ostwürttemberg zeigt sich im Juli überraschend stabil. Neben einem moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit, konnten sich fast 20 Prozent mehr Personen als im Vorjahr in Arbeit abmelden. Eine starke Dynamik und eine höhere Aufnahmebereitschaft des Arbeitsmarktes als in den Vorjahren kompensieren die Zunahme an Arbeitslosmeldungen in den Sommermonaten also weitestgehend“, sagte Elmar Zillert, Leiter der Aalener Agentur. Gleichzeitig gelte, dass für Ausbildungsabsolventen der nahtlose Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zur Jahresmitte zunehmend schwieriger wird. Die Agentur für Arbeit werde die verstärkten Vermittlungsbemühungen für arbeitslose Jugendliche weiterhin im Fokus behalten. Insgesamt erwarte die Agentur eine verhalten positive Entwicklung des Arbeitsmarktes in der zweiten Jahreshälfte.
© Wirtschaft Regional 31.07.2013 10:59
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