Kunden informiert

Mapal empfängt 400 Kunden zu Fachveranstaltung
  • Mapal-Kunden ließen sich über Werkzeuge informieren.
Die Minimalmengenschmierung war in diesem Jahr Thema der Kundentage bei Mapal. Rund 400 Teilnehmer kamen nach Aalen, darunter vor allem Serienfertiger und Zulieferer der Automobilindustrie, um sich über diese umweltfreundliche und energiesparende Art des Zerspanens von Werkstoffen zu informieren.Aalen. Durch die Minimalmengentechnologie werden bis zu 80 Prozent weniger Kühlmittel und 40 Prozent weniger Strom verbraucht im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren, teilte der Präzisionswerkzeug-Hersteller mit. Am Ende der zweitägigen Veranstaltung zeigten sich die Teilnehmer begeistert vom vielfältigen Mix aus breit gefächerten Fachvorträgen, praktischen Werkzeugvorführungen, einer großen Fachausstellung zu MMS-Komponenten sowie den Führungen.
Mapal-Geschäftsführer Dr. Dieter Kress freute sich über die unerwartet große Anzahl von Besuchern, die aus ganz Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz angereist waren: „Mit der Minimalmengenschmierung haben wir das richtige Thema für unsere Kundentage gewählt“, stellte er fest. Dabei sei die Minimalmengenschmierung (MMS) im Prinzip ja nichts Neues. Bereits vor 20 Jahren seien erste Bohrungen trocken bearbeitet worden. Das große Interesse zeige aber, dass die MMS ein sehr komplexes System sei. Eines, wie Dr. Jochen Kress, Mitglied der Geschäftsleitung, anfügte, in dem sich in den letzten Jahren viel getan habe: „Wir sind nun so weit, dass wir die MMS-Technologie auch auf breiter Front einsetzen können.“ Das zunehmende Interesse der Industrie an energieeffizienter Produktion verleihe der MMS-Technologie zusätzlichen Auftrieb: „Sie ist ein einfacher Weg, um Energie zu sparen“, sagte Dr. Jochen Kress.
Die Unternehmen werden in Zukunft verstärkt Einsparpotentiale nutzen, um ihre Kosten für Energie und Ressourcen wie Wasser und Material zu senken, meint auch Prof. Dr. Ing. Eckehard Kalhöfer. Der Inhaber des Lehrstuhls für spanende Fertigung an der Hochschule Aalen hat den Einfluss der MMS auf die Energieeffizienz untersucht. Der jährliche Grundbedarf einer betriebsbereiten Werkzeugmaschine liegt bei 66 000 kWh. Bei Verwendung von zentralen Kühlschmierstoff-Anlagen, so Prof. Kalhöfer, sei der Energiebedarf groß im Vergleich zum Energiebedarf des Bearbeitungsprozesses selbst. Anhand verschiedener Modellrechnungen belegte er, dass sich der Stromverbrauch durch Minimalmengenschmierung um bis zu 40 Prozent senken lasse. „Damit lässt sich richtig viel Geld sparen“, sagte der Wissenschaftler.
Über die besonderen Merkmale von MMS-Werkzeugen und die richtige Prozessauslegung informierten Christian Schmidt und Joachim Vaas, zwei ausgewiesene Praktiker aus Reihen von Mapal.
© Wirtschaft Regional 17.04.2013 18:32
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