SHW AG löst Joint Venture mit Magna auf

50%-Anteil an Magna verkauft
Die seit 2011 börsennotierte SHW AG hat mit ihrem Joint-Venture-Partner Magna eine Vereinbarung über den Verkauf ihres 50 Prozent-Anteils an der STT Technologies Inc. in Kanada getroffen. Der Verkaufserlös liegt im mittleren zweistelligen Euro-Millionenbetrag.Aalen-Wasseralfingen. Die in den Konzernabschluss der SHW einbezogene STT erzielte im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatzbeitrag von 31,2 Mio. Euro, was etwa 15 Prozent des Konzernumsatzes entspricht. „Wir werden das Schiedsverfahren abschließen und die finanzielle Basis für unsere Internationalisierung stärken“, sagte SHW-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Krause. Die SHW AG wird ihre Internationalisierungsstrategie mit 100-prozentigen Tochtergesellschaften weiter umsetzen. Mit dem Verkauf des Joint Ventures erhält die SHW freien Zugang zum nordamerikanischen Markt. Deshalb werde nun die NAFTA-Region neben den bestehenden Aktivitäten in China und Brasilien einen Schwerpunkt bilden. „Wir stufen den nordamerikanischen Fahrzeugmarkt als weiterhin interessant ein. Mit unseren CO2-relevanten Produkten sehen wir dort gute Wachstumschancen“, betonte Krause. Rückenwind gibt dabei die Initiative der Obama-Regierung, die von den Automobilherstellern verlangt, den Kraftstoffverbrauch bis 2025 zu halbieren.
Mit dem Verkaufserlös sollen die Bankverbindlichkeiten (Stand 30. Juni: 21,4 Millionen Euro) zurückgeführt werden. „Gleichzeitig wird sich damit der Handlungsspielraum für akquisitorisches Wachstum deutlich erhöhen“, sagte Finanzvorstand Oliver Albrecht.
SHW korrigierte die Umsatzerwartungen für 2012 jedoch nicht. Das Unternehmen hatte Magna vorgeworfen, die Regelungen im Joint-Venture-Vertrag verletzt zu haben. Magna-Pumpen seien aus China auf den nordamerikanischen Markt gelangt. sk
© Wirtschaft Regional 01.10.2012 20:54
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