Intrabeam von Carl Zeiss hilft bei Brustkrebs

Innovativeste Behandlung
Carl Zeiss Meditec bietet mit dem Bestrahlungsgerät Intrabeam die Möglichkeit der gezielten intraoperativen Radiotherapie, eine der innovativsten Behandlungsmethoden von Brustkrebs, an.Oberkochen/Jena. Mit dem Verkauf des 40. Intrabeam an das Klinikum St. Georg in Leipzig arbeiten 20 Prozent der Brustkrebszentren in Deutschland mit dem Gerät, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Mit dem Intrabeam bedient Carl Zeiss den Trend, in der Onkologie in Richtung einer gezielten, individualisierten und interdisziplinären Behandlung von Tumorerkrankungen zu gehen. Bei der Behandlung von Brustkrebs wird bei der intraoperativen Bestrahlung (Targit) nach Entfernen des Tumors noch während der Operation das Tumorbett mit dem Intrabeam-Gerät bestrahlt. Das umliegende gesunde Gewebe wird dabei geschont. Die bei der herkömmlichen Therapie notwendige mehrwöchige Nachbestrahlung verkürzt sich durch das Targit-Verfahren mit dem Intrabeam-Gerät bzw. kann bei günstiger Risikokonstellation sogar ganz wegfallen. Für Patientinnen stellt dies eine psychische und physische Entlastung dar und sie profitieren zudem von einer schonenderen Brustkrebsbehandlung.
„Die Möglichkeit einer individuell auf die Patientin abgestimmten Strahlentherapie und der damit verbundenen Verkürzung der Bestrahlungszeit überzeugten uns bei der Anschaffung des Bestrahlungsgeräts,“ erklärte Prof. Köhler aus dem Klinikum St. Georg Leipzig. Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG: „Eine klinische Studie der Fachzeitschrift Lancet belegt eindrucksvoll die Wirksamkeit der Methode. Die Vorteile von Intrabeam überzeugen mehr und mehr Ärzte und Kliniken. Wir freuen uns, dass immer mehr Patientinnen die Möglichkeit einer Strahlentherapie bei der Behandlung von Brustkrebs bekommt.“
© Wirtschaft Regional 07.03.2011 21:17
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