Chinesen bei Kiener

Gespräche über Kauf von Beschichtungsmaschinen
  • Verkaufsmitarbeiter Sleiman Khalil, Wang Jian Guo, Jürgen Kiener, Wuguan Sang, Verkaufsleiter Klaus Schnerring und Frank Liu bei LACOM in Lauchheim.
Die LACOM Vertriebs GmbH, die die Produkte der Kiener Maschinenbau GmbH vertreibt, hatte hochrangigen Besuch aus China. Textilfabrikant Frank Liu strebt den Kauf von Beschichtungs- und Laminiermaschinen für Stoffe für den Automobil-Innenbereich an. „Die Gespräche verliefen vielversprechend. Kommt ein Abschluss zustande, wäre das einer unserer größten Aufträge in China“, erklärt Jürgen Kiener, Geschäftsführer der LACOM Vertriebs GmbH.Lauchheim. Begleitet wurde Frank Liu vom stellvertretenden Bürgermeister der chinesischen Provinz Jiangsu, Wuguan Sang, einem Sekretär der Kommunistischen Partei, Wang Jian Guo, und einer Vertreterin der Bank of China. Das Land hat um der sich anbahnenden Konjunkturkrise entgegenzusteuern gerade für 2009 ein großes Konjunkturprogramm aufgelegt, aus dem auch die Beschaffung der Beschichtungsmaschinen von LACOM gefördert werden soll. „Die Produktion soll Mitte 2009 bei Redbud Textile Technology starten. Die Delegation hat ausdrücklich betont, dass die LACOM-Maschinen für sie die erste Wahl darstellen würden“, sagte Jürgen Kiener dieser Zeitung.
Redbud ist dabei, sich neue Produktfelder zu erschließen. Das Unternehmen beschäftigt in China rund 2500 Mitarbeiter und verarbeitet derzeit hauptsächlich Jute-Materialien. Die von der chinesischen Delegation avisierten Bestellungen von zunächst einer oder zwei großen und 2,1 Meter breiten Laminiermaschinen soll der Beginn einer weiterführenden Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen sein, meinte Kiener.
Mit dem Geschäftsverlauf bei der sechs Mitarbeiter starken LACOM Vertriebs-GmbH ist Jürgen Kiener zufrieden, ebenso wie mit der Entwicklung der in Lauchheim 200 Mitarbeiter zählenden Kiener Maschinenbau GmbH mit den beiden Sparten Beschichtungs- und Laminiertechnik sowie Automatisierungstechnik. Für letztere zeichnet Stefan Kiener verantwortlich. „Durch unsere Produktvielfalt sehe ich uns auch für die Zukunft gut aufgestellt und gewappnet. In der neu hinzugewonnen Teppichindustrie versprechen wir uns aufgrund der Technologieführerschaft durch den Einsatz von Hot-Melt-Anlagen, die bis zu 5,5 Meter breite Beschichtungen vornimmt, gute Wachstumschancen“, erklärte Jürgen Kiener im Gespräch.
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© Wirtschaft Regional 29.11.2008 03:06
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