GEK und HZK: EDV integriert

Fusion seit 1. Juli wirksam
Die Gmünder Ersatzkasse GEK und die Hamburgerische Zimmererkrankenkasse (HZK) haben zum 1. Juli 2008, wie berichtet, fusioniert. Nun wurden auch die Daten der unterschiedlichen IT-Systeme erfolgreich zusammengeführt.Schwäbisch Gmünd Mit der Fusion bündeln die beiden Arbeiter-Ersatzkassen ihre Kräfte vor Einführung des Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009. Die GEK betreut nun 1,7 Millionen Versicherte und gehört zu den großen Kassen Deutschlands. Die Entwicklung der IT-Systeme verlief in beiden Kassen grundlegend verschieden. Die HZK nutzte das ISKV-System, das ursprünglich als Standard für die Betriebs- und Innungskrankenkassen entwickelt wurde. Die GEK entwickelt ihre IT-Systeme selbst.
Die Herausforderung war: Für 90 000 Versicherte der HZK waren die Daten in das Bestandführungssystem der GEK zu überführen - innerhalb von drei Monaten. Zuerst war ein Umstellungsszenario zu entwerfen, das alle Ansprüche an die Fusion berücksichtigte. Mit Hilfe des Unternehmens GADIV wurde Expertenwissen über das ISKV in das Projektumfeld eingeholt. Versicherten- und Arbeitgeberdaten waren zu übernehmen, die Datensystematik des ISKV war zu interpretieren und in die Struktur der GEK umzusetzen. Eine reibungslose Migration der Versichertendaten war die zentrale Voraussetzung für die zeitnahe Realisierung der Fusion. Es gelang im knappen Zeitfenster, 95 Prozent des HZK-Datenbestandes zu integrieren. Nun können die Informationen von Personen und deren Versicherungsverhältnisse, Leistungsfälle, sowie Beiträge nahtlos durch die GEK genutzt werden. Zum 1. Juli bekamen alle HZK-Versicherte eine neue GEK-Versichertenkarte. Jeder Versicherte hat damit Zugang zum Leistungs- und Beratungsangebot der GEK. Die IT-Abteilung der GEK hat die Herausforderung gemeistert: Die erste größere Fusion zweier Krankenkassen mit unterschiedlichen EDV-Systemen erfolgte problemlos.
© Wirtschaft Regional 24.07.2008 03:20
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