Pressearbeit in Unternehmen

Informationsveranstaltung des Marketing-Clubs Ostwürttemberg in Heidenheim
  • Interessante Info-Veranstaltung des Marketing-Clubs Ostwürttemberg über Pressearbeit (v.l.:) Matthias Mietka, Denise Schechinger, Stefanie Ral, Dr. Ursula Bilger und Klaus Peter Betz. (Foto: Marketing-Club Ostwürttemberg).
Wie viel Pressearbeit braucht ein Unternehmen? Sollte es eine eigene Presseabteilung haben oder lieber externe Profis engagieren? Die Mitglieder des Marketing-Clubs Ostwürttemberg erhielten Informationen zu diesem Thema von Matthias Mietka, Leiter der Unternehmenskommunikation der Paul Hartmann AG, und von Klaus Peter Betz, Geschäftsführer der ecomBetz PR-Agentur.Heidenheim Die beiden Referenten zeigten im Kommunikationszentrum der Paul Hartmann AG In Heidenheim die Möglichkeiten der Pressearbeit und ihre Messbarkeit auf. „Wir haben unsere Pressearbeit genau an unsere eigenen Unternehmensanforderungen angepasst“, erklärte Matthias Mietka. Dies sei keine allgemeine Floskel, vielmehr stecke hinter der angepassten Pressearbeit ein ausgeklügeltes System. Mietka erläuterte gemeinsam mit seiner Kollegin Stefanie Rall, wie beispielsweise in einer Matrix exakt festgelegt werde, wer welches Thema wann in welches Medium bringe. Stefanie Rall: „So werden Doppelungen vermieden und alle relevanten Themen abgedeckt“.
Ebenso systematisch verfolge das Unternehmen seine Medienresonanzanalyse, sagte Mietka. „Nicht nur die quantitative Analyse der Medienberichterstattung ist hier von Bedeutung, sondern auch die qualitative. Wir untersuchen zum Beispiel, welche Beurteilung die Paul Hartmann AG in der jeweiligen Presseveröffentlichung erhalten hat“, erklärte Stefanie Rall. In Grafiken und Studien werde die Pressearbeit evaluiert. „Damit können wir unsere Kommunikationsarbeit ständig aktuellen Entwicklungen anpassen“, ergänzte Mietka.
Außerdem gehöre zur Unternehmenskommunikation die Organisation der jährlichen Bilanzpressekonferenz, die Erstellung des Geschäftsberichts und der Mitarbeiterzeitschrift sowie Quartalsinformationen an Aktionäre. Im letzten Jahr seien der Internetauftritt überarbeitet und ist seit Mai 2008 freigeschaltet worden - ebenfalls ein Projekt der Presseabteilung.
Doch wann macht es Sinn, die Pressearbeit an externe PR-Agenturen zu verlagern? Antworten gab Klaus Peter Betz, Geschäftsführer ecombetz PR in Schwäbisch Gmünd, in seinem Vortrag. Mit seiner PR-Agentur ist er unter anderem auch für die CMC GmbH, ein Tochterunternehmen der Paul Hartmann AG, tätig. Da die CMC GmbH keine eigene Presseabteilung hat, wurde der externe Anbieter engagiert und führt seither Presseaussendungen durch.
Insbesondere bei der Aussendung zum Nostalgieverbandkasten sei ein hervorragendes Ergebnis zu verzeichnen gewesen, sagte Betz:. „Wir hatten die Pressemitteilung an 80 Medien versandt und in 15 Medien erschien sie, darunter in ‚auto motor sport’ und im ADAC-Portal. „Das ist wie ein Sechser im Lotto.“
Insgesamt hätten in letzter Zeit Veröffentlichungen in Fachzeitschriften an Wichtigkeit gewonnen. Unternehmen müssten sich genau überlegen, in welchen Medien sie mit ihren Pressemitteilungen auftauchen wollten und diesen Medien entsprechend aufbereitetes Material bieten, machte Klaus-Peter Betz deutlich.

Bewertung von Clippings
Wie die PR-Agentur Veröffentlichungen, im Fachjargon „Clippings“ genannt, bewertet, erläuterte Denise Schechinger, PR-Redakteurin bei ecombetz PR. Äquivalent zu den Kosten einer Anzeige im jeweiligen Medium werde errechnet, wie viel das Clipping wert ist. Denise Schechinger: „Aus diesen Werten lässt sich ein Pressespiegel erstellen, der den finanziellen Einsatz und den Gegenwert direkt gegenüber stellt“.Die Mitglieder des Marketing-Clubs nahmen die Gelegenheit wahr, unter der Moderation von Geschäftsführerin Dr. Ursula Bilger mit den Referenten zu diskutieren.
 Info: Informationen zu Veranstaltungen des Marketing-Clubs unter: www.marketing-club-ostwuerttemberg.de
© Wirtschaft Regional 20.06.2008 03:24
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