elektro-ausbildungszentrum aalen Projekt „intelligentes Wohnen“ und „Lernplattform“ vorgestellt

„Neues sinnvoll nutzen“

  • EAZ-Leiter Fritz Staudacher erklärt den Besuchern Teile des Projekts "Intelligentes Wohnen in der Zukunft". (Foto: gwd)
Zum erfolgreichen Abschluss zweier Projekte des Elektro-Ausbildungszentrums Aalen (EAZ) hat die Stadt Aalen Vertreter von Wirtschaftsministerium, Banken, Stadtwerken und verschiedenen Verbänden ins Rathaus eingeladen. Parallel wurden die durch das Wirtschaftsministerium und den Europäischen Sozialfond mit insgesamt einer Million Euro geförderten Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt.Aalen   Präsentiert wurden zwei zukunftsorientierte Arbeiten, die jeweils über einen Zeitraum von drei Jahren entwickelt worden sind. Es handelt sich um das Projekt „Von der Idee zum Produkt“, das eine Lernplattform ist, mit der Unternehmen auf Stärken und Schwächen hin analysiert werden können. Über das detaillierte Vorgehen informierte Projektleiter Ehrenfried Futterer vom Institut für Mikroelektronik in Stuttgart. Zudem waren neben dem EAZ auch Partner des Fraunhofer-Instituts und das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement beteiligt.
Und es handelt sich um das Projekt „Intelligentes Wohnen in der Zukunft“, das Klaus Kulka, der Vorsitzende des EAZ, präsentierte. Als Ausgangslage diente die Erkenntnis, dass die Altersgruppe der über 60-Jährigen stetig wächst. Heute leben in der Bundesrepublik Deutschland 20 Millionen Bürger dieser Gruppe. Im Jahr 2030 werden es bereits 28 Millionen sein und damit über ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen. Aus diesem Grund beschäftigten sich die Projektteilnehmer vorrangig mit Gebäudeautomatisierung, Sicherheitstechnik, Elektroinstallation, Heizung und Lüftung. Ziel sei es, Architekten, Handwerker und Bauherren zu sensibilisieren, sich frühzeitig mit Wohnen im Alter zu beschäftigen und schon beim Bau entsprechende Technologien einzuplanen, sagte Kukla.
Der Mindestaufwand sei, ein Leitungsnetz zu verlegen, welches dem so genannten European Installation Bus (EIB) entspreche. Notwendige Endgeräte könnten dann je nach Bedarf mit zunehmendem Alter installiert werden.
Die erste Rathaus-Ausstellung im neuen Jahr wurde von der neuen Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler eröffnet. „Oft ist es für kleine und mittelständische Unternehmen schwierig, eine gute Idee in die Tat umzusetzen“, sagte die Erste Bürgermeisterin der Stadt. Die vorgestellten Projekte könnten helfen, technische Neuerungen sinnvoll zu nutzen.
Dietmar Stengele, Referatsleiter des Wirtschaftsministeriums, sprach das Grußwort zum erfolgreichen Abschluss der Arbeiten. Dabei sei das EAZ seit Jahren ein bewährter Partner. Zahlreiche Ideen des EAZ seien in den vergangenen Jahren bereits von Seiten des Wirtschaftsministeriums unterstützt worden. Das zeuge von hoher Innovation in Zeiten in denen „viele die Hand nach uns ausstrecken“.
Moderiert wurde der Abend von EAZ-Leiter Fritz Staudacher. „Es hat sich im Handwerk viel verändert“, sagte Hans Kolb, Kreishandwerksmeister und Vorstandmitglied des EAZ. Damit sei es eine Aufgabe des EAZ, Neuerungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
© Wirtschaft Regional 17.01.2008 00:00
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