schüler Ingenieur akademie Fünfte Runde des Programms zur Gewinnung von Nachwuchs

Rotierende Solarleuchte fertigen

  • Schüler von Theodor-Heuss-, Schubart-, Kopernikus- und Rosensteingymnasium bei der Arbeit am SIA-Projekt.
Raus aus dem Schulalltag – Selbstständigkeit lernen. Das sind Ziele der Schüler-Ingenieur-Akademie, die Praxis an die Schulen bringen will. „Eine rotierende Solarleuchte konstruieren und fertigen“, das haben sich die Organisatoren der fünften Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) in Aalen in diesem Schuljahr vorgenommen.
aalen / heubach   Mit dieser Aufgabe wollen die SIA-Macher Gymnasiasten die Möglichkeit geben, das Berufsbild des Ingenieurs näher kennen zu lernen und selbstständig und praxisbezogen an einem Projekt zu arbeiten. „Wir haben in Deutschland einen hohen Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren“, sagt Jörn P. Makko, Geschäftsführer von Südwestmetall Ostwürttemberg. „Darum freue ich mich, dass es uns in diesem Schuljahr gelungen ist, nach Heidenheim und Aalen auch in Schwäbisch Gmünd eine SIA zu starten. Mittlerweile haben wir in Baden-Württemberg dreißig SIAs“, ergänzt Makko.
Wolfgang Weichenmeier von BBQ Berufliche Bildung gGmbH, Projektleiter der SIA Aalen, fügt hinzu, dass die Nachfrage nach Plätzen in der SIA hoch ist: „Leider konnten wir dieses Schuljahr nicht allen Bewerbern eine Zusage erteilen.“ Immerhin dürfen sich vier Schülerinnen und neunzehn Schüler als „Jungingenieurinnen und Jungingenieure“ am Aalener Projekt beteiligen.
Die Aalener SIA befindet sich bereits im fünften Durchlauf und vernetzt Gymnasien mit der Hochschule und Unternehmen. Erstmals wird die SIA bundesweit von der Telekom-Stiftung gefördert und finanziert. In Aalen beteiligen sich sieben Schüler und drei Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG), vier Schüler und eine Schülerin des Schubart-Gymnasiums (SG), vier Schüler des Kopernikus-Gymnasiums (KGW) und vier Schüler des Rosenstein-Gymnasiums (RSG). Unterstützt und begleitet werden sie von ihren Lehrern Dieter Seyfert (THG) und Thomas Becker (RSG).
„Die SIA weckt nicht nur den Spaß auf Naturwissenschaft und Technik: die Schüler lernen, selbstständig zu arbeiten und eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen“, betont Wolfgang Weichenmeier. Das Projekt soll Gymnasiasten der 10. und 11. Klasse Einblicke in den Beruf des Ingenieurs und in das Hochschulleben geben. Wir wollen auch verstärkt Mädchen ansprechen“, sagt Weichenmeier.
Nach der Erarbeitung von technischen und physikalischen Grundlagen entwerfen und konstruieren die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr eine rotierende Solarleuchte. Die Besonderheit des Projekts besteht darin, dass die Einzelteile in Kleingruppen geplant und hergestellt werden und der Zusammenbau am Ende gemeinsam erfolgt. In den Firmen Mapal Dr. Kress KG, SHW Automotive GmbH, Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH, Kessler + Co GmbH und C. & E. Fein GmbH werden die Komponenten gefertigt. Die Arbeiten an der Solarleuchte werden mit Seminaren zu Team- und Projektarbeit, Präsentationstechniken, Dokumentation, Grundlagen des technischen Zeichnens, CAD sowie Betriebsbesuchen und Vorlesungen zu Elektronik, Maschinenbau, Werkzeug- und Materialkunde abgerundet.
Vermittelt werden die Inhalte unter anderem von SIA-Lehrer Dieter Seyfert und den Professoren Bernhard Rittmann und Albrecht Kettler von der Hochschule Aalen. Am Schuljahresende werden die Solarleuchten in einer Abschlusspräsentation der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt wird von Südwestmetall, dem Verband der Metall und Elektroindustrie, finanziell unterstützt. Wolfgang Weichenmeier von BBQ organisiert die SIA im Auftrag von Südwestmetall.
 Weitere Informationen gibt es bei: Wolfgang Weichenmeier Hopfenstraße 22 in Aalen unter (07361) 5267-21; Email: wweichenmeier@bbq-online.de; und im Internet www.sia-bw.de
© Wirtschaft Regional 06.11.2007 00:00
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