vr-bank ellwangen Vorstand Alexander Düssil wechselt nach Amberg

Beide Vorstände ziehen in Ferne

  • Stefan Wacker
  • Alexander Düssil
Nachdem sich VR-Bank Vorstand Hans-Peter Weber bereits vor einigen Wochen erklärt hat und die VR-Bank Ellwangen im ersten Halbjahr 2008 in Richtung Aalen verlassen wird, hat nun auch Vorstand Alexander Düssil seine Zukunftsplanung bekannt gegeben. Er wechselt im kommenden Jahr zur Sparkasse Amberg-Sulzbach.Ellwangen   Alexander Düssil will 2008 in seine bayerische Heimatregion zurückkehren. Der genaue Termin werde einvernehmlich zwischen der VR-Bank Ellwangen und seiner neuen Wirkungsstätte besprochen, ließ Düssil gestern verlauten. Düssil wechselt in den Vorstand der Sparkasse Amberg-Sulzbach, der zweitgrößten Sparkasse in der Oberpfalz. Er soll dort zukünftig das Ressort Marktfolge Kredit- und Einlagengeschäft verantworten.
Nach den Gründen gefragt, äußerte sich Alexander Düssil: „Die Familie, insbesondere meine Frau, möchte aus privaten Gründen in die Oberpfalz zurück. Die berufliche Perspektive ist dort überaus reizvoll. Die Sparkasse Amberg-Sulzbach ist ungefähr viermal so groß wie die Ellwanger VR-Bank. Sie ist mit drei Vorstandsposten bestückt.“
Düssil ist bei der Sparkasse groß geworden. 1979 startete der heute 44-Jährige bei der Sparkasse Weiden. Später wechselte er nach Schwandorf und nach Cham. Insgesamt über 15 Jahre war Alexander Düssil bei diesen Sparkassen hauptsächlich im Kredit- und Firmen-
kundengeschäft tätig. „Das von der Amberger Sparkasse ausgeschriebene Stellenprofil entspricht meinen bisherigen Tätigkeiten beinahe zu 100 Prozent“, erklärte Düssil gestern. Das „Wie“ der gescheiterten Fusion mit Aalen habe bei seiner Entscheidung, Ellwangen den Rücken zu kehren, ebenfalls „noch eine gewisse Rolle gespielt, wenn auch die persönlichen und privaten Gründe“ überwogen hätten. „Der Abschied fällt nach sieben Jahren natürlich schwer, ich möchte die berufliche Perspektive nun aber nutzen“, sagte Düssil.
Der Aufsichtsrat der VR-Bank Ellwangen wurde am Dienstagabend in einer Sondersitzung informiert. Das Gremium will die veränderte Situation im derzeit bereits laufenden Bewerbungsverfahren für die Position von Vorstand Hans-Peter Weber mit berücksichtigen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Wacker konnte den Schritt Düssils nachvollziehen, bedauerte aber gleichzeitig die Entscheidung. „Wir müssen uns auf die veränderte Situation einstellen. Gemeinsam, zügig und partnerschaftlich werden wir mit dem scheidenden Vorstand und dem Geno-Verband an einer zukunftsweisenden Neubesetzung des Vorstands der VR-Bank Ellwangen arbeiten“, sagte Wacker.
Bewerbungsschluss für den Posten Webers ist der kommende Freitag. „Bis letzte Woche hatten wir bereits 13 Bewerbungen vorliegen, insgesamt rechnen wir mit 30 Interessenten“, sagte Wacker. Primär gehe es um die rasche Besetzung des Weber-Postens. „Vielleicht finden wir aus dem Bewerberpool aber auch gleich einen Nachfolger für Alexander Düssil“, gab sich Wacker optimistisch. Die Kontinuität gehe zwar nun verloren, das Institut genieße aber „einen exzellenten Ruf, es wird keinen Schaden nehmen“, sagte Wacker. Wann Weber und Düssil genau wechseln werden, hänge von den Nachfolgern ab. „Beide haben eine Kündigungsfrist von einem Jahr, erklärte Wacker.
© Wirtschaft Regional 20.09.2007 00:00
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