OSTALB MAIL Der Zustelldienst von SDZ. Druck und Medien bietet zuverlässigen Service mit Abholung und Zustellung der Post am nächsten Werktag

"Kein Wunder, das ist Erfahrung"

  • Die Zustellerin Susanne Kirchschlager ist in aller Frühe auf den Beinen, um Zeitungen und Briefe pünktlich in den Briefkasten zu werfen. (Foto: Oliver Giers)
Im Juli feiert Ostalb Mail, der Briefzustelldienst des Verlags SDZ. Druck und Medien, ihr einjähriges Bestehen. Der Weg eines Briefes vom Absender zum Empfänger wird hier nachgezeichnet und dabei Kurierfahrer Alexander Neumann und Zustellerin Susanne Kirchschlager bei ihrer flinken und zuverlässigen Arbeit über die Schulter geschaut.OSTALBKREIS   Kaum jemand macht sich wohl Gedanken darüber, welchen Weg ein Brief hinter sich hat, ehe er im eigenen Briefkasten liegt. Sonst könnte man zu dem Schluss kommen, dass die logistische Leistung, mehrere tausend Briefe innerhalb eines Tages pünktlich von A nach B zu bringen, an ein Wunder grenzt.
Es ist 15.15 Uhr. Pünktlich verlässt Kurierfahrer Alexander Neumann den Parkplatz des Verlagshauses in Aalen. Er holt, wie zur selben Zeit vier weitere Kurierfahrer in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd, die Geschäftspost direkt bei den Kunden ab. Erste Station sind die Aalener Stadtwerke. Der 34-jährige Neumann stellt seinen Lieferwagen ab und marschiert schnellen Schrittes zur Poststelle. Ein freundliches „Hallo“ und schon schnappt er sich die drei bereit gestellten blauen Kunststoffboxen mit Briefen. „Wenn Rechnungen des Kunden rausgehen, sind es deutlich mehr“, erklärt der Kurierfahrer, während er die Boxen in den Wagen stellt. Mit Schwung zieht er die Tür zu und schon fährt er zum Aalener Finanzamt. Viel Zeit zum Reden hat er zwar nicht, aber ein paar nette Worte werden gewechselt. „An Ostern habe ich allen einen Schokohasen mitgebracht“, sagt der 34-Jährige.
„Wir bieten einen Rundum-Service, vom Abholen der Geschäftspost über das Frankieren bis zur Zustellung“, schildert Thomas Reiter, Organisations- und Vertriebsleiter von Ostalb Mail. Ab 50 Sendungen ist die Abholung kostenlos. Das Zustellgebiet umfasst die Altkreise Aalen und Schwäbisch Gmünd. In den Regionen von Karlsruhe bis Augsburg und von Mannheim bis ins Allgäu wird die Post über lizenzierte Kooperationspartner verteilt. Reiter unterstreicht: „Jeder Brief wird wie ein Einwurfschreiben behandelt, wir können jeden Schritt der Sendung genau nachvollziehen.“
Routiniert sammelt Alexander Neumann beim Aalener Rathaus und bei der Volkshochschule Aalen die blauen Briefboxen ein, ehe er um 17.15 Uhr mit vollem Lieferwagen und Anhänger Richtung Ulm startet. „In Ulm werden die Briefe erfasst, codiert, frankiert und sortiert“, berichtet Selig, „und zwar schnell und sorgfältig“. Das übernimmt der Kooperationspartner von Ostalb Mail, die Südwest-Mail, die dort ein Briefverteilzentrum unterhält. Mit der sortierten Post fährt Neumann zurück nach Aalen. „Ich komme zwischen Mitternacht und ein Uhr an. Die anderen Kurierfahrer warten dann schon auf mich“, beschreibt er das perfekt organisierte System, bei dem alles wie Zahnräder eines Getriebes ineinander greift.
Die Ostalb Mail GmbH & Co. KG ist zur Briefzustellung berechtigt durch die Lizenz der staatlichen Regulierungsbehörde, der Bundesnetzagentur. Seit der Liberalisierung des Postmarkts dürfen lizenzierte Anbieter der Deutschen Post AG Konkurrenz machen. Das Postmonopol soll Anfang 2008 fallen, dann wird der Markt noch interessanter. Die Post rechnet mit einem Marktanteil von 10 bis 20 Prozent am 10-Milliarden-Umsatzkuchen bei der Briefbeförderung. Die Umsatzkurve bei Ostalb Mail zeigt steil nach oben: Im Januar wurde die Marke von 200 000 beförderten Briefen überschritten.
Alexander Neumann kommt ins Schwitzen, als er mit schnellen Handgriffen die Briefboxen aus dem Lieferwagen hebt und entsprechend den Zustellgebieten an die einzelnen Kurierfahrer verteilt. „Wir wuchten hier 600 bis 700 Kilogramm“, sagt er. Die Zeitungsboten müssen Zeitungen und Briefe rechtzeitig ausliefern.
Susanne Kirchschlager ist eine von ihnen. Inzwischen ist es 4.30 Uhr morgens geworden und die Zustellerin geht aus dem Haus. Rund 100 Zeitungen und 40 Briefe hat sie heute dabei. Noch ist es stockdunkel und die Sterne am Himmel leuchten. „Das frühe Aufstehen macht mir nichts aus“, sagt Susanne Kirchschlager munter. Die Vögel zwitschern ihr Morgenkonzert und flugs marschiert Susanne Kirchschlager durch die Straßen auf dem Galgenberg in Aalen.
Schon steckt die nächste „SchwäPo“ im Briefkasten. Mit einer kleinen Taschenlampe vergewissert sie sich der Adresse auf dem Briefumschlag, der nach der Überprüfung hinter der Klappe des Briefkastens verschwindet. „Ich bin da sehr gewissenhaft“, betont sie.
„Es ist kein Wunder, das ist Erfahrung“, betont Thomas Reiter auf die Logistik der Briefverteilung angesprochen. Schließlich hat „SDZ. Druck und Medien“, das Verlagshaus der beiden Tageszeitungen „Schwäbische Post“ und „Gmünder Tagespost“, jahrzehntelange Erfahrung mit der Zustellung. „Unsere Zeitungsboten kennen ihren Bezirk schon lange und genau“, sagt Reiter. „Wir bieten günstige Preise, das sorgt für ein Plus in der Portokasse“, meint Thomas Reiter. Im Idealfall liegt die Ersparnis bei knapp 21 Prozent.
Alles klappt reibungslos. „Schwierig wird es nur, wenn die Leute ihre Briefkästen nicht beschriften“, erzählt Susanne Kirchschlager und schüttelt verständnislos den Kopf. Von Montag bis Samstag ist die 38-Jährige frühmorgens bei jedem Wetter unterwegs. Kurz vor sechs, mittlerweile ist es hell geworden, liegt nur noch eine Zeitung in ihrem Wagen - ihre eigene.
 KONTAKT
Thomas Reiter
Organisations- und Verkaufsleitung
Ostalb Mail GmbH & Co. KG
Bahnhofstraße 65
73430 Aalen
Telefon (07361) 594-694
Telefax (07361) 594-609
E-Mail: info@ostalb-mail.de
www.ostalbmail.de
© Wirtschaft Regional 12.05.2007 00:00
964 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?